Auch ich weiß nicht recht, was ich von dieser Folge halten soll. An manchen Stellen war sie wirklich lustig, an anderen ernst, aber irgendwie nicht so mitreißend wie die bisherigen. Besonders in der Mitte klappte es nicht so richtig.
Ganz am Anfang hatte ich eigentlich Brian am Computer erwartet, dass es Emmett war, hat mich sehr überrascht.

Die Sache mit seinem Online-Profil war aber wirklich unnötig. So als kurzen Gedankenblitz hätte man das vielleicht ganz witzig machen können, in dieser Ausführlichkeit passt das aber einfach nicht in diese Serie, wirkt irgendwie aufgesetzt und affig. Das ist doch keine Fantasy-Klamotte! Das hat alles andere irgendwie mit degradiert, ins Lächerliche gezogen. Mir hat zwar gefallen, dass es auch endlich mal etwas tiefgründiger um Emmett ging, aber auf diese Art und Weise - lieber nicht.

Auch das Thema "Fake im Netz" hätte man anders besser rüberbringen können. Witzig fand ich allenfalls die Sache mit dem "Tippfehler".

Immerhin hat sich Emmett ja ganz schön beeinflussen lassen, am Ende der Folge war er ja wie umgewandelt. Amüsant war dann das wirkliche Zusammentreffen mit seinem Date, wo sich die ganzen Lügen aufgeklärt haben. Dass beide dann in ihren wirklichen Rollen tatsächlich wieder ganz gut zusammenpassen sollen, wirkt aber irgendwie unglaubwürdig.
Für mich war Justin im Woody´s ein absolutes Highlight. Wow! :sabber :sabber :sabber :hot :hot :hot Auch Brian und Justin zusammen im Bad fand ich süß. Außerdem hat Justin bewiesen, dass er Tischmanieren hat.

Die Art und Weise, wie er sich da in den Vordergrund gespielt hat, fand ich aber eher nervig. Interessant fand ich, dass Brian
zusammen mit Justin bei Mel und Linds aufgekreuzt ist. Bahnt sich da doch noch so etwas wie Familienleben an?

Justins Einmischung in die Sache mit Brians Verzichtserklärung kann ich verstehen, auch wenn es ihn eigentlich nichts angeht.
Diesmal hatten ja die Väter eine ziemlich tragende Rolle. Justin nimmt die Sache mit seinem Vater ganz schön mit, was ich vor allem deswegen erstaunlich finde, weil er ja auch vor dem Streit mit ihm kein besonders enges Verhältnis zu ihm zu haben schien. Brian geht die Sache mit seinem Vater auch viel näher, als er zugeben will. Er tut immer so abgebrüht, ist es aber ganz und gar nicht. Anscheinend treffen sich die beiden auch öfter, zumindest machte der Ablauf des Treffens einen sehr routinierten Eindruck. Also hat Brian das Thema ganz und gar nicht abgehakt. Sein Vater macht einfach eine traurige Figur. Brians "Lektion" für Gus fand ich krass, auch wenn sie wohl eher an Justin gerichtet war.

Als Brian am Schluss sich doch noch gegen den Verzicht entschieden hat, hat ihn meiner Meinung nach auch ein bisschen der Ehrgeiz gepackt, seinem Sohn ein besserer Vater zu sein als Craig und Jack ihren Söhnen. Aber genau diese Probleme mit dem Sorgerecht usw. würden mich persönlich davon abhalten, so eine Sache durchzuziehen, die Lindsay, Melanie und Brian da gemacht haben. Für das Kind ist das sicher auch nicht besonders.
Die Szene im Krankenhaus ist wirklich heftig gewesen. Ist das auch hierzulande wirklich so? Klar, wenn es darum geht, einen Kranken besuchen zu können, der selbst nicht in der Lage ist, darüber zu entscheiden, wer ihn besuchen darf, oder wenn "wirkliche Familienangehörige" dagegen sind, dann gilt der Gesetzestext. Aber wenn Lindsay als Gus´ Mutter entscheidet, dass Mel mit zur Behandlung darf, können doch die Paragraphen egal sein, oder nicht? Schockierend fand ich die Krankenschwester: "Hören Sie, Miss,
oder was immer Sie sind, ..." 8o 8o 8o Verwundert hat mich, dass Brian in dieser Situation so beherrscht gewesen ist, ich hatte eigentlich erwartet, dass er wieder den halben Laden auseinandernimmt.

Das hätte ich in diesem Fall sogar noch angebrachter gefunden als damals im Autohaus.
Na ja, und Michael - ich weiß nicht, was ich von ihm halten soll. In gewisser Weise kann ich ihn verstehen, dass er sich in Gesellschaft von Professoren nicht wohl fühlt, aber ganz so extrem, wie seine Person hier dargestellt wurde, kann es doch wohl nicht wirklich sein, oder? Immerhin ist er Filialleiter eines großen Supermarktes, da werden doch auch gesellschaftliche Fähigkeiten erwartet. Und wieso fühlt Michael sich von David "versteckt"? Er ist es doch selbst, der David irgendwie versteckt. Zwar nicht vor seinen Freunden, aber beispielsweise auf der Arbeit. Sein Auftreten beim Dinner ist einfach nur peinlich, und die Sache mit der Party war schon ein ganz schön großes Fettnäpfchen, in das er da getrampelt ist. Wo bleibt das Feingefühl, das Debbie ihm zugesprochen hat? Außerdem kann ich nicht verstehen, dass sich Davids Freunde darüber lustig gemacht haben, dass Michael im Big Q arbeitet, in dem sie angeblich nie einkaufen. Ist das in Amerika so, dass da so ein Statusdenken herrscht? Wenn man in Deutschland beispielsweise auf einen Aldi-Parkplatz guckt, stehen da auch oft Luxuslimousinen, und da kauft bestimmt nicht gerade "nur" der Chauffeur ein.

Das Ende der Szene am Fitnessstudio kam für mich auch viel zu abrupt, hat Pro7 da was rausgeschnippelt? Ich war richtig erschrocken, als plötzlich der Abspann kam.
Seltsam fand ich die Szene, als Michael Brian bei sich ins Bett gebracht und sich dann dazu gelegt hat. Ich hatte schon erwartet, dass jeden Moment David reinplatzt.
Ein paar witzige Dialoge gab es auch wieder:
Michael: "Wer hat angerufen?"
David: "Oh, meine ... Ex."
Michael: "Laurie?"
David: "Ja, ich hab´ ihr von dir erzählt."
Michael: "Was hast du gesagt?"
David: "Dass du klug bist und witzig und ganz schön sexy."
Michael: "Ich dachte, du wolltest deine Frau nicht mehr anlügen?!"
Brian: "David isst mit Heten?!"
Ted: "Iii, du weißt nie, wo die ihre Hände hatten."
Klare Anspielung auf Melanie in Folge 1.05, die das Gleiche zu Lindsay gesagt hat, als es darum ging, Brian zum Essen einzuladen.
Emmett: "Die guten Manieren schreiben vor, dass man der Gastgeberin immer Komplimente macht."
Michael: "
Ich bin die Gastgeberin!"
Brian: "Und du siehst bezaubernd aus."

Ich wusste gar nicht, dass Brian "gute Manieren" hat.