Sorry, dass ich erst jetzt auf die gestrigen Beiträge antworten kann, hab´s leider nicht früher geschafft.
Original von Temptation
Also intrigant war das gar nicht. Dafür hättte Brian Justin oder jemand anderen manipulieren müßen damit Ethan den Vertrag unterschreibt. Hat er aber nicht, er hat direkt mit Ethan geredet.
Es bringt ihm auch nichts, denn er ist doch klug genug um zuwissen das er auf solchem Wege Justin nicht zurückgewinnen kann. Da er ja auch der felsenfesten Überzeugung ist, das jeder alleine eine Entscheidung für sich treffen muß zum eigenen Wohl und nicht zum Wohle der anderen.
Ich finde dieses Verhalten absolut intrigant Justin gegenüber. Er hat Ethan eingeredet, den Vertrag zu unterschreiben, wohl wissend, dass Justin darüber alles andere als erfreut sein würde. Und wenn Ethan nicht so eine Plaudertasche wäre, hätte es wohl auch geklappt. Unter Intrige verstehe ich, wenn jemand hinter dem Rücken eines Anderen dafür sorgt, dass dieser Probleme bekommt. Brian hat hinter Justins Rücken Ethan manipuliert, um die Beziehung der beiden zu sabotieren. Das trifft zumindest meine Definition von Intrige hundertprozentig. ?(
Wie schon gesagt, verstehen kann ich es nicht, weil er sich hätte ausrechnen können, dass der Schuss nach hinten los geht. Mit etwas Geduld hätte sich das Problem von alleine erledigt, weil ich davon überzeugt bin, dass Ethan früher oder später von allein darauf gekommen wäre, dass er so nicht leben kann. Er ist Künstler, von seiner Musik besessen, da kommt auf Dauer kein Justin mit.
Ich will nochmal versuchen zu erklären, warum ich fest davon ausgehe, dass Brian mit Ethan
nicht aus reiner Nächstenliebe geredet hat. Ich will versuchen, das ganz logisch aufzubauen.
Nehmen wir an, Brian wollte wirklich helfen. Die Sache betrifft drei Personen, nämlich Ethan, Justin und ihn selbst.
Fangen wir mit Ethan an. Ihm hilft Brians Einmischung ganz objektiv betrachtet zweifellos. Die Entscheidung, den Vertrag abzulehnen, war mit einigermaßen klarem Verstand betrachtet falsch. Aber was sollte Brian für ein Interesse haben, Ethan zu helfen? Er hat so wenig Respekt vor Ethan, dass er ihn ganz bewusst nicht mal bei seinem richtigen Namen nennt, und da soll es ihm am Herzen liegen, dass "Ian" sich seine berufliche Laufbahn nicht versaut? Brian "verrät" für
sein eigenes finanzielles Wohl seine gesamte "Familie" und auch seine grundlegenden Prinzipien ("Fuck the heteros"), indem er diesen Stockwell unterstützt, und ausgerechnet bei Ethan soll er eine Ausnahme machen, sich für das Wohlergehen eines Anderen einsetzen, der noch dazu sein Konkurrent bei Justin ist? Wo er selbst für eine Wohltätigkeitsveranstaltung noch Honorar verlangt? Mal ehrlich, das halte ich für reine Träumerei. Die ganzen Beispiele zeigen ganz klar, dass es Brian knallhart nur auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis ankommt, sonst nichts. Brian handelt nur zu seinem eigenen Vorteil, mit genau drei Ausnahmen: Michael, Lindsay (mit Gus) und Justin. Eine Person, die Brian verachtet, auf den rechten Weg führen? Ein Input ohne Nutzen für Brian? Niemals. Das sollten doch gerade die letzten Folgen aufs Eindrucksvollste gezeigt haben. Ethan zu helfen scheidet für mich als Grund für die Unterhaltung also logisch ganz klar aus.
Als nächstes Justin. Auch da wäre es zunächst mal so, dass bei objektiver Betrachtung Justin geholfen wäre, wenn es Ethan auch finanziell besser ginge. Denn wie hier schon mehrere sicher nicht ganz unberechtigt eingeschätzt haben, dürfte es Justin schwerfallen, auf Dauer in so beschränkten Verhältnissen zu leben. Außerdem lebt ein Künstler von seiner Kunst und seinem Publikum. Ethan ginge es also durch den Vertrag, durch den er zu seiner Kunst das passende Publikum bekäme, besser. Was wiederum seiner Beziehung zu Justin zugute käme. Und genau da kommt der Haken: Justin damit zu helfen, dass er Ethan hilft, würde für Brian gleichzeitig bedeuten, die Beziehung der beiden zu zementieren und Justin sich noch weiter von ihm entfernen zu lassen. Ist er wirklich dazu fähig, Justin, seine große Liebe, nicht nur freizugeben, damit er seine Erfahrungen machen und glücklich werden kann, sondern auch noch aktiv dessen Beziehung zu einem Anderen zu fördern? Ich glaube, zu so etwas ist nicht mal Brian fähig. Das hat er schon bei Michael bewiesen. Vollends widerlegt wird diese Möglichkeit dadurch, dass Brian genau wusste, dass Justin nicht begeistert wäre, wenn Ethan den Vertrag annimmt, dafür wurde ja im Diner gesorgt. Er konnte Justin also gar nicht damit helfen, dass er Ethan zur Annahme des Vertrages rät. Wenn er ehrlich hätte helfen wollen, hätte er mit Justin darüber reden müssen, dass dieser Ethan dieses Zugeständnis machen müsse, wenn er Ethan nicht einsperren wollte.
Wenn Brian kein Interesse daran haben kann, Ethan selbstlos zu helfen, und er Justin mit dieser Methode nicht hilft, bliebe nur noch einer übrig, dem die Aktion wirklich nützt, nämlich Brian selbst. Dort kommt der Nutzen ins Spiel, den Brian aus seinem Input zu ziehen erwartet. Wenn er sich darum bemüht, dass Ethan den Vertrag annimmt, bekommt dieser Stress mit Justin, woraufhin dieser eventuell wieder zu Brian zurückkommen könnte. Eine ganz klare Rechnung nach Brian Kinney: Ich mache etwas, und dafür bekomme ich etwas zurück. Nur dass er so dumm sein konnte, die Gefahr nicht zu sehen, dass seine Intrige ans Licht kommen könnte, weil er genau die selben Worte benutzt wie schon Justin gegenüber, ist mir absolut schleierhaft. Aber ab und zu hat eben auch ein Brian Kinney seine schwachen Momente.
Original von Temptation
Ich bleibe dabei Justin hätte ohnehin keine Zeit gehabt die offiziellen Veranstaltungen und Tourneen zu begleiten, er hat seine Studiumsverpflichtungen.
Das ist wohl wahr. Ich denke aber, es ging ihm weniger um solche Anlässe als darum, sich generell aus Ethans Leben heraushalten zu müssen. Ethan hätte auch auf Nachfragen hin nie von Justin erzählen dürfen, die beiden hätten nie zusammen öffentlich in Erscheinung treten dürfen, und öffentlich bedeutet im Falle eines Prominenten: außerhalb der eigenen 4 Wände mit zugezogenen Gardinen. Dass Justin darauf keine Lust hat, kann ich verstehen. Zumal das das ganze Gegenteil zu dem darstellt, was er mit Brian erlebt hat, und wofür er selbst auch innerhalb seiner Umgebung (Familie, Schule) gekämpft hat und fast mit seinem Leben bezahlt hätte.
@ Prudence: Ich stimme Dir im Großen und Ganzen zu.