Original von Holly
Original von Shutterfly
Ich lass jetzt mal Brian und Justin außen vor – bis auf weiteres
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Wie kannst Du nur??

Aber hast schon recht, der "Rest" der Folge darf ja hier im "Rausch der Reunion" wirklich nicht völlig untergehen!
Stimmt, deshalb hab ich auch mit den anderen angefangen

Ich bin gespannt auf die Synchro. Gerade im der letzten Szene lag doch soviel Doppeldeutigkeit nicht nur in ihren Worten sondern auch in ihren Stimmen.
Original von Linelle
justin hat sich reumütig genug gezeigt ohne sich lächerlich zu machen
Erstmal Herzlich Willkommen!
Ganz ehrlich gesagt mag ich das Wort reumütig in diesem Zusammenhang gar nicht. Ich rekapituliere mal: Justin ist Brian weggelaufen, weil Brian nicht in der Lage war (ok, nicht Willens war), Justin auch nur ein mal zu sagen, dass er es schön findet, dass Justin bei ihm ist. Dass er nicht einmal gesagt hat, WARUM er überhaupt mit Justin zusammen ist. Justin ist weggelaufen weil da jemand war, der ihn offen wertschätzte und sich nicht scheute, es zu sagen.
Nun hat Justin erkannt, dass Worte nur Schall und Rauch sind. Dass Ethan zwar ein Süßholzraspler war, aber nichts beständiges dahinter steckte. Brian, auf der anderen Seite, schwingt zwar keine großen Reden, steht aber hinter Justin wie ein Baum. Oder wie ein Fels in der Brandung.
Wer sollte nun reumütig zurückkehren?
Brians Ego war verletzt, weil jemand es gewagt hat, ihn öffentlich zu demütigen. Justin floh aus einer Partnerschaft, die keine war. Nun hat Justin gelernt. Er versteht nun perfekt, was Brian von ihm erwartet. Was hat Jus genau zu erwarten? Keine Liebesbezeugungen, keine Romantik, keine Picknicks, kein öffentliches Anerkennen ihrer Beziehung. Ist es das wert? Ich denke, ja. Justin hat erkannt, was die wahren Werte in einer Beziehung mit Brian sind. Loyalität dem andern gegenüber, Freiheit, Gelassenheit, Toleranz. Brian will keine Violinenmusik (d. h. kein romantisches Geschwätz) mehr hören und Justin gibt diesen Gedanken komplett auf zugunsten einer ehrlichen Partnerschaft, in der beide endlich gleichberechtigt sind.
Brian hat sich weder entschuldigt, noch geht er einen Schritt auf Justin zu. Das stört mich ein wenig. Es scheint keinen Kompromiss zu geben. Justin geht völlig in Brians unausgesprochenen Forderungen auf. Andererseits: Justin in ein anderer geworden. Die Sternchen in den Augen sind verschwunden, die Vorstellung einer romantischen Liebe ist auf dem Boden der Realität angekommen. Deshalb konnte er Brian auch so gut Paroli bieten, als er Mr. Kinney bei seinem Antrittsbesuch in Büro klassisch ausgeknockt hat.
Ihre zweite Begegnung, als Brian angesäuert war über die Abwesenheit seiner Kollegen, verlief da schon wesentlich routinierter. Obwohl.... wer in ihre Augen sieht, kann gar nicht übersehen, dass sich beide am liebsten die Klamotten vom Leibe gerissen hätten. UND dass Justin ein intelligenter Kerl ist, der Wort für Wort Brian zitieren kann und von Brian einen beeindruckten Blick auffängt.
Wie jemand hier schon sagte, ging Runde drei wieder an Brian, diesmal im Babylon, als er den zu offensichtlich agierenden Justin im Regen stehen ließ. Brian hat’s ihm wirklich nicht einfach gemacht.
“Orange is the new blue” – das ist doch einer DER Leitsätze. Orange ist heiß, während blau kalt ist. Warum war Brian auf einmal so angepisst, und nicht stolz auf seinen cleveren Justin? Weil die Tante gesagt hat, wenn sie nicht aufpassen, würde der Junge bald ihren Job haben? Weil er wieder mal von Justin in der Öffentlichkeit erniedrigt wurde, wenn auch unabsichtlich? Jedenfalls war auch dieses Gespräch wieder mal eine Metapher. Justin will eine zweite Chance, Brian meint, er hätte verkackt und solle sich davon trollen. Haben die da wirklich vom Meeting geredet? Wie könne er es wagen, nach Paganini Jr. wieder angerannt zu kommen, als ob nichts passiert wäre?
Justin haut ihm ganz deutlich vor den Latz, dass er erwartet hätte, dass Brian als der Ältere, Justin davon abgehalten hätte, den Irrtum seines Lebens zu machen. Dass er ihm gesagt hätte, dass er ihn liebt.
Was wäre passiert, wenn Brian Justin nicht eine Brücke gebaut und ihn zurückgehalten hätte? Vielleicht hätte Justin endgültig aufgegeben. Aber so war’s doch ok.
Ich fand übrigens den Schnitt der letzten Szene sehr gelungen. Wir sehen, was hinter dem Milchglas halb verborgen bleibt, und zeitversetzt, was genau geschieht.