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Shutterfly

Obsessed

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121

Samstag, 31. März 2007, 17:36

Zitat

Original von kleineelfe
was ihr immer vergesst ist die tatsache, dass es eine amerikanische serie ist.

und wie wir doch seit bush junior wissen, ist europa (davon speziell frankreich und deutschland) ja hinterwäldlerland...

die amis (zumindest deren politischen machthaber) sehen sich gerne als götter, ( wie halt damals uns adolf) und das wurde damit verdeutlicht.

amis haben ( NICHT ALLE!!!) haben ein verqueres denken was ihren vaterlandstolz angeht. sie vergessen nur allzugerne, dass sie selber auch schon massenhaft sinnlose kriege geführt haben (vietnam, der zweite golfkrieg, etc.) und sie vergessen nur allzugerne, dass sie ihre eigenen ur-einwohner fast vredrängt haben.... desweiteren vergessen sie nur allzugerne, dass amerika kein "reines" land ist, sondern sich deren wurzeln aus zig hunderte verschiedener rassen zusammensetzen, die damals vor ewigen zeiten ins "neue" land gezogen sind..

für die amis (NICHT ALLE!!)sind wir europär halt eben, das alte land. was für mich aber neid dastellt, denn gerade unsere länder haben eine geschichte.. wenn sie auch teilweise nicht rühmlich ist, aber sie ist da und sie ist älter als derer die von den amis... und da steckt der hund begraben, die amis wollen in vielen dingen immer die ersten sein, nur bei dem wichtigen teil sind sie hinten an.

genauso mit der gesetztesgebung die es in amerika gibt... ich dachte immer wir haben schon bescheuerte gesetzte (getrocknete schweineohrensteuer als beispiel, aber was die amis für gesetze haben, das haut einem glatt die schuhe weg.

soo, des pudelskern der ansprache soll eigentlich sein, dass wir nicht mit unserem standard denken müssen/ dürfen, sondern immer daran denken, dass es amerikaner sind...



Getrocknete Schweineohrensteuer? Das ist ja interessant! :D Aber wundert mich das? Nein.

Ich unterschreibe deinen Beitrag spontan. Hitler gehört nur bedingt zur US-Historie, deshalb wird damit auch lockerer und unverkrampfter umgegangen. Justin hätte in Deutschland richtig Ärger gekriegt, aber dort.... Die Bigotterie der Vereinigten Staaten ist in der Tat ziemlich amüsant wenn sie sich als die Saubermänner der Nation und als der Weltpolizist schlechthin aufspielen, wobei sie in der Tat ihre eigene Geschichte und die lange, unrühmliche Liste ihrer Kriege vergessen.

Danke an Simsalabim! Ich sollte in der Tat mal zum Optiker gehen.
"Trust me, nothing pisses off a straight guy more than a successful fag." Brian Kinney

kleineelfe

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122

Samstag, 31. März 2007, 17:47

Zitat

Original von Shutterfly

Getrocknete Schweineohrensteuer? Das ist ja interessant! :D Aber wundert mich das? Nein.

Ich unterschreibe deinen Beitrag spontan. Hitler gehört nur bedingt zur US-Historie, deshalb wird damit auch lockerer und unverkrampfter umgegangen. Justin hätte in Deutschland richtig Ärger gekriegt, aber dort.... Die Bigotterie der Vereinigten Staaten ist in der Tat ziemlich amüsant wenn sie sich als die Saubermänner der Nation und als der Weltpolizist schlechthin aufspielen, wobei sie in der Tat ihre eigene Geschichte und die lange, unrühmliche Liste ihrer Kriege vergessen.

Danke an Simsalabim! Ich sollte in der Tat mal zum Optiker gehen.


die getrocknete schweineohrensteuer besagt, dass wenn man in einem restaurant getrocknete schweineohren bestellt, ob das nun mit 7% weil lebensmittel, oder mit 19% besteuert wird... ganz komisch kompliziertes ding.. :ot:

hitler wird gerne in den ami- geschichtsbüchern erwähnt, weil er "DAS BÖSE" war, welches "DIE GUTEN" amis ausgemerzt haben... das da frankreich und england noch mit dabei waren, wird gerne ignoriert... und mit der vierten macht damals den russen, können die amis ja nu heute immer noch nicht wirklich...

Lizzy

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123

Samstag, 31. März 2007, 17:58

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Original von Shutterfly
Danke an Simsalabim! Ich sollte in der Tat mal zum Optiker gehen.


...trotz Brille hatte ich die Hakenkreuze auch nicht auf den Plakaten gesehen-danke fürs posten

@ kleineelfe: das sehe ich auch so


Lieben Dank an Loyal Micha

Temptation

malus ursulus panneus

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124

Sonntag, 1. April 2007, 02:00

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Original von Woody
Temptation, du kennst meine postings, ich bin immer ein Verfechter legaler demokratischer Mittel im Verfolgen privater, gesellschaftlicher oder politischer Ziele. Kriminalität ist schlecht. Auch politische Kriminalität, Terrorismus zum Beispiel, ist schlecht.
Ich finde aber, die Ächtung dieser Mittel sollte ethische, meinetwegen auch moralische Gründe haben, und nicht nur rein legalistische bzw. egoistische (schlechtere Ausbilungschancen). Das Zauberwort, das hier schon mal gefallen ist, Zivilcourage, kann man sonst gleich vergessen.

Seltsam fand ich Justin´s Verhalten schon. Er hat voher nie auch nur ansatzweise politisches Interesse gezeigt.
Wir haben ihn nie Zeitung lesen oder Nachrichten verfolgen sehen. Bei der Demo vor dem Polizeirevier war er nicht, er hat auch nie mit den Freunden über die Bürgermeisterwahl diskutiert. Und er hat auch nicht Debbie bei der Unterschriftensammlung zur Wählerregistration geholfen, geschweige denn sich selbst eingetragen.
Er hat nicht mal den Versuch unternommen eine ruhige sachliche Auseinandersetzung mit Stockwell zu führen.
Warum überspringt er all diese Schritte und geht gleich ins Extreme?


Zitat

Original von Woody
Mit dem Populismus ist das wiederum so eine Sache. Ich denke, dass Hitler kein Populist war (schon mal, weil es damals die Medien nicht in der Form gab wie heute, auch wenn er mit Volksempfänger und Stürmer ein paar Fundamente gelegt hat). Hitler hat an seine Rassenideologie geglaubt. Und er hat auch seine Politik nie geändert, wenn er denken mußte, dass er damit näher am Volk wäre (dann hätte z.B. er mit den Judendeportationen 1944 aufgehört und stattdessen die Truppenversorgung verbessert, aber das führt jetzt zu sehr ins Detail).

Doch die Medien gab es damals. Die Wochenschau lief im Kino.
Und zu der Zeit gab es auch schon Fernsehen. Ernsthaft.

noregrets

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125

Sonntag, 1. April 2007, 02:11

Zitat

Original von Temptation

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Original von Woody
Mit dem Populismus ist das wiederum so eine Sache. Ich denke, dass Hitler kein Populist war (schon mal, weil es damals die Medien nicht in der Form gab wie heute, auch wenn er mit Volksempfänger und Stürmer ein paar Fundamente gelegt hat). Hitler hat an seine Rassenideologie geglaubt. Und er hat auch seine Politik nie geändert, wenn er denken mußte, dass er damit näher am Volk wäre (dann hätte z.B. er mit den Judendeportationen 1944 aufgehört und stattdessen die Truppenversorgung verbessert, aber das führt jetzt zu sehr ins Detail).

Doch die Medien gab es damals. Die Wochenschau lief im Kino.
Und zu der Zeit gab es auch schon Fernsehen. Ernsthaft.


Das ist jetzt nicht dein Ernst oder? Meine Großeltern waren 1959 eine der ersten Familien in ihrem Ort, die sich einen Fernseher gekauft haben. Spitzfindigkeit hat echt Grenzen, zumal Woody gesagt hat:
"weil es damals die Medien nicht in der Form gab wie heute". Und damit hat sie völlig recht.
[img]http://www.werbe-bunt.de/qaf/differentfaces_ben.jpg[/img]

126

Sonntag, 1. April 2007, 03:10

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Original von noregrets

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Original von Temptation

Zitat

Original von Woody
Mit dem Populismus ist das wiederum so eine Sache. Ich denke, dass Hitler kein Populist war (schon mal, weil es damals die Medien nicht in der Form gab wie heute, auch wenn er mit Volksempfänger und Stürmer ein paar Fundamente gelegt hat). Hitler hat an seine Rassenideologie geglaubt. Und er hat auch seine Politik nie geändert, wenn er denken mußte, dass er damit näher am Volk wäre (dann hätte z.B. er mit den Judendeportationen 1944 aufgehört und stattdessen die Truppenversorgung verbessert, aber das führt jetzt zu sehr ins Detail).

Doch die Medien gab es damals. Die Wochenschau lief im Kino.
Und zu der Zeit gab es auch schon Fernsehen. Ernsthaft.


Das ist jetzt nicht dein Ernst oder? Meine Großeltern waren 1959 eine der ersten Familien in ihrem Ort, die sich einen Fernseher gekauft haben. Spitzfindigkeit hat echt Grenzen, zumal Woody gesagt hat:
"weil es damals die Medien nicht in der Form gab wie heute". Und damit hat sie völlig recht.


Doch doch, Fernsehen gab es damals sehr wohl, wenn auch wirklich nicht ganz in der reißerischen Variante wie heutzutage. Also das heißt, wenn man einem alten Medienwissenschaftler glauben möchte ;) :

1928 Öffentliche Vorführung von Fernsehinstallationen auf der Funkausstellung in Berlin – Fernsehpräsentationen auch in anderen Ländern: John Logie Baird (England), Philo Farnsworth, Wladimir K. Zworykin (USA)
1935 Eröffnung eines regelmäßigen Programmdienstes im Funkhaus Berlin durch den „Reichssendeleiter“ Eugen Hadamovsky
1936 Fernsehdirektübertragungen von den Olympischen Spielen in Berlin, Kollektivempfang in „Fernsehstuben“
1942 – 1944 Deutsch-Französisches Fernsehen aus einem Studio in der Nähe des Eiffelturms; Truppen- und Lazarettfernsehen
Mai 1943 Einstellen des Programmdienstes in Deutschland
1948 Wiederaufnahme

Soll ich noch drauf eingehen, warum die Regierung aber im Zwiespalt war, was die Verbreitung des Fernsehens betrifft? :D

polexia

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127

Sonntag, 1. April 2007, 03:34

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Original von Woody
Wobei zu ergänzen wäre, dass Cowlip ihn eigentlich nicht mal als Populisten zeigen, sondern als überzeugten Konservativen:
Brian gegenüber zeigt er sich privat als jemand, der an das glaubt, was er tut. Das hat Brian offenbar nicht erwartet. Er dachte, das läuft wie beim Woody's: mit Getöse zumachen für die Medien und dann einfach wieder öffnen. Aber nein, Stockwell meint, was er sagt. Und er war ehrlich geschockt, mit Hitler verglichen worden zu sein. Nein, Lockerheit ist nicht seine Stärke...


Stockwell ist sicher konservativ, aber doch soweit offen das er Brain weiterhin für sich arbeiten lässt, bzw die Rede im Center hält.
Der Vergleich mit Hitler hinkt natürlich wenn man die Auswirkungen im Blick hat, aber beide waren/sind Demagogen.
Stockwell spricht wie Hitler die Gefühle und Vorurteile der Masse an und stellt die Situation sehr vereinfacht da. Er erhöht die Polizeipräsenz auf der Liberty Avenue und schließt die Clubs dort, weil er seine Lebensweise als die einzig richtige darstellt und alle Alternativen "kriminell" sind und die Sicherheit gefährden.

Ich könnte da jetzt noch weiterreden ohne Ende aber das würde jetzt zu weit führen

Zitat

Original von Temptation
Seltsam fand ich Justin´s Verhalten schon. Er hat voher nie auch nur ansatzweise politisches Interesse gezeigt.
Wir haben ihn nie Zeitung lesen oder Narichten verfolgen sehen. Bei der Demo vor dem Polizeirevier war er nicht, er hat auch nie mit den Freunden über die Bürgermeisterwahl diskutiert. Und er hat auch nicht Debbie bei der Unterschriftensammlung zur Wählerregistration geholfen, geschweige denn sich selbst eingetragen.
Er hat nicht mal den Versuch unternommen eine ruhige sachliche Auseinandersetzung mit Stockwell zu führen.
Warum überspringt er all diese Schritte und geht gleich ins Extreme?

Naja, in der ersten Staffel zeigt er schon politisches Interesse, als er den Club in der Schule gründen will.
Außerdem hat er sich meiner Erinnerung nach, auch gegen Stockwell ausgesprochen, kann sein dass ich das jetzt verwechsle, aber er hat zumindest nie widersprochen, wenn Debbie oder die Anderen was gegen ihn sagten.
Sagen wir mal so er ist politisch sobald es ihn betrifft.
Und durch die Erfahrung an der High School denkt er wahrscheinlich das Reden nicht unbedingt was hilft. Der Rektor fühlte sich ja erst in Erklärungsnot als die Medien das Thema aufnahmen.
Das nimmt er als Vorbild und als Künstler liegt eine Plakataktion nahe.
Ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht ist die andere Sache. Aber meine Meinung ist besser vorher das Maul aufmachen und was riskieren, als hinterher meckern.

Zitat

Original von Temptation

Zitat

Original von Woody
Mit dem Populismus ist das wiederum so eine Sache. Ich denke, dass Hitler kein Populist war (schon mal, weil es damals die Medien nicht in der Form gab wie heute, auch wenn er mit Volksempfänger und Stürmer ein paar Fundamente gelegt hat). Hitler hat an seine Rassenideologie geglaubt. Und er hat auch seine Politik nie geändert, wenn er denken mußte, dass er damit näher am Volk wäre (dann hätte z.B. er mit den Judendeportationen 1944 aufgehört und stattdessen die Truppenversorgung verbessert, aber das führt jetzt zu sehr ins Detail).

Doch die Medien gab es damals. Die Wochenschau lief im Kino.
Und zu der Zeit gab es auch schon Fernsehen. Ernsthaft

Hitler konnte gerade wegen der Medien so schnell so groß werden, insofern war er der erste wirklich erfolgreiche Populist, da die Massenmedien (zu denen ja auch Zeitungen gehören) da erst wirklich auftauchen.
Er hat mehrere (Dokumentar-)Filme drehen lassen, z.B. den 'Triumph des Willens' von Leni Riefenstahl.
Außerdem liefen schon vor der Machtergreifung Wahlwerbespots im Kino. Propaganda war eine der wichtigsten Säulen der NS-Ideologie.

Temptation

malus ursulus panneus

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128

Sonntag, 1. April 2007, 03:42

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Original von polexia

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Original von Temptation
Seltsam fand ich Justin´s Verhalten schon. Er hat voher nie auch nur ansatzweise politisches Interesse gezeigt.
Wir haben ihn nie Zeitung lesen oder Narichten verfolgen sehen. Bei der Demo vor dem Polizeirevier war er nicht, er hat auch nie mit den Freunden über die Bürgermeisterwahl diskutiert. Und er hat auch nicht Debbie bei der Unterschriftensammlung zur Wählerregistration geholfen, geschweige denn sich selbst eingetragen.
Er hat nicht mal den Versuch unternommen eine ruhige sachliche Auseinandersetzung mit Stockwell zu führen.
Warum überspringt er all diese Schritte und geht gleich ins Extreme?

Naja, in der ersten Staffel zeigt er schon politisches Interesse, als er den Club in der Schule gründen will.
Außerdem hat er sich meiner Erinnerung nach, auch gegen Stockwell ausgesprochen, kann sein dass ich das jetzt verwechsle, aber er hat zumindest nie widersprochen, wenn Debbie oder die Anderen was gegen ihn sagten.
Sagen wir mal so er ist politisch sobald es ihn betrifft.
Und durch die Erfahrung an der High School denkt er wahrscheinlich das Reden nicht unbedingt was hilft. Der Rektor fühlte sich ja erst in Erklärungsnot als die Medien das Thema aufnahmen.
Das nimmt er als Vorbild und als Künstler liegt eine Plakataktion nahe.
Ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht ist die andere Sache. Aber meine Meinung ist besser vorher das Maul aufmachen und was riskieren, als hinterher meckern.

Ich meinte das schon speziell auf Stockwell bezogen. Da zeigt er leider keinerlei Interesse. Umso trauriger ist dann zu bewerten wie er reagiert.

Woody

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Sonntag, 1. April 2007, 10:33

Mal was Grundsätzliches zum Thema Politik und Populismus.

Politik ist grundsätzlich etwas, das in und mit der Öffentlichkeit abläuft. Demokratische Politiker können neue Gesetze nur durchbringen (und das ist ihr einziger Job), wenn sie dafür in der Öffentlichkeit werben und einen Konsens herstellen können. Je nach dem wie die Machtverhältnisse sind (absolute Mehrheit, 2-Parteien-Koalition, Mehrparteine-Koalition, Große Koalition...), muss man sich dafür mehr oder weniger ins Zeug legen.

In einer modernen Demokratie sind die Medien die wichtigsten Multiplikatoren der Politiker und Parteien, das Herumgestehe in Fußgängerzonen und Saalreden (bis auf Aschermittwoch und ähnliche Folklore) hat sich fast ganz aufgehört.

Auch ein grüner Politiker, der bei einer Antiatomkraftdemo mit läuft, ist noch kein Populist, und ein Konservativer, der demonstrativ neue Polizeifahrzeuge übergibt, auch nicht. Sie stehen nur für ihre Politik öffentlich ein. Stockwell ist nicht Populist, weil er unhygienische Darkrooms zusperrt (obwohl das hierzulande eher der Job vom Ordnungsamt wäre und auch dann nicht aus diskriminierenden Gründen), sondern weil er auf das Thema "Aufräumen im Schwulenmilieu" überhaupt erst gekommen ist, weil ihn sein Wahlkampfberater darauf gebracht hat, in der Vermutung, dass damit die Wahl gewonnen werden könnte.

Populismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Populist) per definitionem meint, dass der Inhalt einer Politik ganz egal ist, solange sie nur dem (persönlichen) Erfolg des Populisten nützt, der , um diesen zu erlangen, erst gewählt werden muss.

Es gibt auch linke Populisten, Herrn Chavez in Venezuela zum Beispiel, obwohl man über den diskutieren könnte, oder Oskar Lafontaine in Deutschland.

Natürlich hatte Hitler maßgeblich wegen seiner Progaganda Erfolg, er bzw. Goebbels hat die modernen Massenmedien praktisch erfunden. Trotzdem ist er eben kein Populist, sondern ein Faschist, weil sein totalitäres Verständnis von Staat und Gesellschaft nicht abhängig ist von der Stimmung im Volk, sondern eine geschlossene Ideologie bleibt.

(Es ist übrigens ein interessanter Unterschied zu Deutschland und den meisten europäischen Staaten, dass in den USA die Populisten in den beiden großen Parteien selbst auftauchen, während hier meistens Kleinparteien ihre Clowns auf die Bühne bringen (Schillpartei, FPÖ, BZÖ, die Partei von Pim Fotuyn etc.). Das liegt natürlich am Mehrheitswahlrecht in den USA, das keine kleinen Parteien zulässt. Und die verschiedenen gesellschaftlichen Grundhaltungen in den 2 Großparteien polarisieren läßt, während diese sich hierzulande immer ähnlicher werden und die extremen Meinungen in Kleinparteien formuliert werden.)

Noch zum Fernsehen: klar wurde damit schon unter den Nazis experimentiert, aber die Verbreitung war minimal, die Propaganda wurde von den Volksempfängern (Radio) und der Wochenschau, wie schon geschrieben wurde, verbreitet. Aber um die Technik geht es auch weniger, sondern um die Mechanismen der Meinungsbildung. Hier gibt es einen wesentlichen Unterschied zu heute. Diese Medien waren natürlich, wie in jeder Diktatur, gleichgeschaltet und haben sowieso regierungsfreundlich berichtet. Der Populist von heute muss dagegen die Funktionweise der sog. freien Medien kennen und bedienen, um seine Ziele zu erreichen. Daher schließen sich m.E. Populismus und Diktatur gegenseitig aus: ein Diktator braucht kein Populist zu sein. Die Meinung des Volkes kann ihm wurscht sein (siehe Stalin).

Dagegen leben die heutigen Medien mit ihrem Quotendurst und ihrem Auflagenhunger geradezu von Populisten und wären ohne sie arm dran. Was hätte denn die Zeitung gebracht, wenn nicht Ted den Aufmacher hätte geben "dürfen"???

Supersonderspezialfall ist natürlich jetzt Berlusconi: was aber, wenn einem Populisten in einer Demokratie fast alle Medien gehören? Quasi ökonomische Gleichschaltung. "Mediakratie" hat das mal die Leiterin der documenta X genannt (ein Kunstwort aus der Kreuzung von medioker, mittelmäßig, Medien und Demokratie).
Debbie: "In this conflict I am Switzerland."
Michael: "This means you are hiding Nazi gold?"
Debbie: "No, this means I'm neutral."

Chris

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130

Sonntag, 1. April 2007, 13:34

So schön es auch ist das ihr hier angeregt diskutiert. Aber hier geht es um die Episode und keine Grundsatzdiskussion über Politik.

Das ist Off Topic.

Sig & Ava by Malli - great work, honey!

Woody

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131

Sonntag, 1. April 2007, 18:11

Eigentlich geht's darum, ob Stockwell nun ein Populist ist oder nicht und ob Justin die richtigen Mittel ergriffen hat ihm Paroli zu bieten. Ich finde, da darf man auch mal ausholen, zumal wenn's mehr als zwei zu interessieren scheint. Aber von mir aus.

Dann bitte eben wieder Postings mit einem kurzen, knappen:

"na also, die erste Szene... :hot "
Debbie: "In this conflict I am Switzerland."
Michael: "This means you are hiding Nazi gold?"
Debbie: "No, this means I'm neutral."

Chris

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132

Sonntag, 1. April 2007, 18:52

Zitat

Original von Woody
Eigentlich geht's darum, ob Stockwell nun ein Populist ist oder nicht und ob Justin die richtigen Mittel ergriffen hat ihm Paroli zu bieten. Ich finde, da darf man auch mal ausholen, zumal wenn's mehr als zwei zu interessieren scheint. Aber von mir aus.

Dann bitte eben wieder Postings mit einem kurzen, knappen:

"na also, die erste Szene... :hot "


Es gibt aber auch Leute die lediglich die Kommentare und Diskussionen zur Folge lesen möchten und nicht gleich soweit ausgeholt was Politik angeht.

Sig & Ava by Malli - great work, honey!

Fanny

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133

Sonntag, 1. April 2007, 18:59

:rolleyes: ...hey also wer dem Justin diese Mütze da beim Plakate kleben verpasst hat dem müsste mach nachträglich auf die Finger hauen, das sieht ja sowas von sorry dämlich aus, oder er war zu blöd sich das Teil richtig auf den Kopf zu setzen (wovon ich mal nich ausgehe) :laugh [SIZE=7]Nur meine Meinung!![/SIZE]


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134

Donnerstag, 12. April 2007, 13:37

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Original von Lene1991
naja ich kannte die folge aber schon, weil ich sie in originaler fassung gesehen hab.
bei dem thema fällt einem mal wieder ein, wie beschissen doch die syncronisierung ist! im originales sagt mel "i´m always ten weeks pregnant!" und in der deutsch fassung warens dann auf einmal elf! (oder irr ich mich da jetzt?) ?(
naja finde die originalstimmen besser...


zu dem thema hab ich oliver feld (synchronsprecher von Emmett) ne email geschrieben. ich hab gefragt, warum so viele zahlen nicht stimmen und andere aussprüche. er ha mir zurückgeschrieben, dass manche redewendungen einfach nicht ins deutsche zu übersetzen gehen und dass ie monate in der schwangerschaft und stockwerke in amerika anders gezählt werden, als bei uns. sinngemäß wurden deshalb aus 11 10 wochen.

~*Proud member of ATTRACTIVE PERFECTION- Brian Kinney Fanclub*~

135

Sonntag, 15. April 2007, 19:23

Ich glaube, das passt besser auf Stockwell. Ich meine speziell den 3. Absatz und davon die ersten 5 Sätze.

Und Brian sah in seinem Anzug wieder :hot aus. =)
Wenn Würstchen an der Macht sind, braucht man sich nicht zu wundern, dass der Senf rationiert wird.

Woody

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136

Sonntag, 15. April 2007, 20:37

Zitat

Original von Tante_Bruseliese
Und Brian sah in seinem Anzug wieder :hot aus. =)


:laugh
Debbie: "In this conflict I am Switzerland."
Michael: "This means you are hiding Nazi gold?"
Debbie: "No, this means I'm neutral."

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