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Shutterfly

Obsessed

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21

Donnerstag, 6. September 2007, 19:59

Zitat

Original von Woody
Aber es kommt noch besser - und das ist der eigentliche Knüller: als Colin Powell seine (wie wir jetzt wissen: falschen) Beweise für die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak vor dem UN-Sicherheitsrat präsentierte, haben sie die Guernica-Kopie, die dort seit den 80ern hängt, extra mit Tüchern verhängt, weil man auf den Bildern, die durch die Medien gingen, nicht im Hintergrund die Kriegsgräuel sehen wollte, wenn der Irakkrieg beschlossen wird!!! Wenn das nicht Furcht vor der Wirkung von Kunst beweist!

Natürlich rettet ein Rage-Comic keinen Angegriffenen in der Wirklichkeit. Aber dass es ein Mittel sein kann, solche Angriffe immer weiter an den Rand, weg von gesellschaftlicher Akzeptanz zu drängen, das denke ich schon.

Dankeschön, Woody, das wollte ich hören. Da war ich doch schon beim ersten Mal von den Socken. Als Jugendlicher, beeinflusst von den Post-60ern, befand ich mich immer in dem Glauben, dass Musik und Bilder die Welt ändern könnten, wenn man sie nur laut genug hinaus brüllt. Mit den Jahren kam dann die Ernüchterung und die Erkenntnis, dass niemand mehr hinhört oder -sieht. Dass so ein Bild durchaus Wirkung zeigen kann, sieht man am Sicherheitsrat. Die wollten uns wohl weismachen, dass jeder Erschossene drei Leben hat wie im Videospiel, und wieder aufsteht.



Zitat

Ich bin nicht der Meinung, dass ihm das schaden könnte, im Gegenteil. Brians Rat ist gut gemeint und der Teil davon, der Justin nahe legt, starke Gefühle wie Wut, Hass, Zorn etc. lieber zu sublimieren und in seiner Arbeit ins Positive zu transformieren, kann man nur unterstreichen. Für falsch halte ich aber die reine Verdrängung - und nichts anderes ist der Rat zu vergessen. Brian, selber ein großer Sublimierer vor dem Herrn, weiß wie das geht - die Problem-Beziehung zu seinen Eltern kann man ja auch nicht gerade als aufgearbeitet bezeichnen - mit allen bedauernswerten Konsequenzen für seine Gefühlshaushalt einerseits und den großartigen beruflichen und sexuellen Erfolgen andererseits.

Da hast du so Recht. Das ist mir auch durch den Kopf gegangen, als Justin mit seinem "Vergiss es" ankam. Den Satz hat er von Brian kopiert und damit den Verdrängungsmechanismus in Gang gesetzt, der einfach nicht gut ist. Das mag für eine kurze Weile gut gehen, steigert sich dann aber zu einem Schnellkochtopf kurz vorm Explodieren. Verdrängen mag für eine Weile funktionieren, aber Verarbeiten kann man es nicht. Und beim geringsten Auslöser ist alles wieder da. Und dass Justin noch so jung ist, vergisst man wirklich ab und zu.



Zitat

Die beiden Cowboyhutträger Kölbchen und Wölfchen sahen übrigens aus wie Heatherette, fandet ihr nicht?

Wer zum Teufel ist Heatherette? Kölbchen und Wölfchen klingt jedenfalls entzückender als Olivers Übersetzung und passt doch eigentlich verdammt gut zu Klößchen?! Oder Knödelchen - wie's beliebt. Ok, die wollten halt in der Fauna bleiben.


Zitat

Außerdem: Brian läßt sich durch Ben inspirieren!!! Das war wohl zum erstenmal, dass er Zen-Ben ernst genommen hat, oder?

Glaube ich auch! Da konnte man ja direkt zusehen, wie's Klick gemacht hat.



Zitat

Wirklich verschenkt war aber der beiläufige Scherz am Telefon, als Brian dankend die unwürdige Jobofferte ablehnt mit dem Satz - und legt sich dabei Justin zurecht - er hätte bereits eine andere "position": warum hier das ebenfalls englische Lehnwort "Job" gewählt wurde, statt die gute deutsche (wie position ebenso zweideutige) Stellung...? ja, man hätte sogar einfach Position lassen können. na, egal...

Mann, das habe ich gar nicht gecheckt. Danke. In der Tat ein vergebenes Wortspiel. Wie schön, dass er Justin immer noch um den Finger wickeln kann, genauso wie seine Haare.
"Trust me, nothing pisses off a straight guy more than a successful fag." Brian Kinney

Woody

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22

Donnerstag, 6. September 2007, 20:31

Zitat

Original von misslucy24

Ich fand Blake war in der Klinik ganz anders als bei Ted zuhause.
In der Klinik war mir sein Verhalten irgendwie ein bisschen fremd, aber bei dem Treffen im Cafe und dann bei Ted zuhause habe ich ihn wieder erkannt.


Ted und Blake. Mein Gott, was freu ich mich, dass Blake nach so langer Pause wieder da ist. Er hat bei mir schon deswegen einen Stein im Brett, weil er in der ersten Staffel die Rolle war, die eigentlich am komplexesten war (jetzt mal abgesehen von Brian und Justin).

Anfangs fand ich ihn belanglos (ein Trick, den auch mal Ted abkriegt), dann war ich wütend auf ihn (ein verantwortungsloser Junkie, der Ted fast umgebracht hat und ihn dann auch noch im Stich ließ). Dann tat er mir leid (ein armer Kerl, der nicht aus seiner Sucht rausfindet und sich sein Glück - das er mit Ted vielleicht hätte haben können - zerstört); dann hab ich ihn bewundert - er wollte davon wegkommen, er wollte sich "retten lassen"; und am Ende war ich nur noch todtraurig: er hat es nicht geschafft, und er hat Ted sehr verletzt. Es war ein bißchen tragische Oper (Traviata halt), aber mit zwei Tenören, die gut zusammengepasst hätten. Ted war eine kurze Zeit sehr glücklich mit ihm.

Misslucy, mir ging es wie Dir. Blakes Verhalten Ted gegenüber schien mir sonderbar. Einerseits war er ehrlich erfreut, Ted wiederzusehen, andererseits extrem reserviert, zurückgezogen auf seine professionelle Stellung als Drogenberater. In dieser Folge habe ich es dann aber plötzlich verstanden, Blake sagt es selbst im Diner: er hat sich mit Ted niemals aussöhnen können - weil er sich nicht getraut hat, weil er sich geschämt hat und Angst vor seiner Reaktion hatte wie Ted es jetzt mit seinen Freunden geht. Der souverände Berater ist schließlich doch auch der Exjunkie, der einfach aus der Klinik abgehauen ist und - anders als Ted - nicht am nächsten Tag wieder da war. Er hat die einzige Person enttäuscht, die immer an ihn geglaubt hat. Mit dieser Scham lebt es sich wohl auch für einen reflektierten Berater, wie Blake es jetzt ist, nicht leicht...

Sein Verhalten in Teds Wohnung zeigt aber, wie sehr er sich ihm immer noch nahe fühlt. Endlich mal eine Beziehung, in der nicht alles sonnenklar zutage liegt.
Blakes Blicke, als Ted zur Kliniktür ins neue Leben raus geht, sprach Bände: er sorgt sich unendlich!! Weil er genau weiß, wie schwer die zeit wird, die jetzt auf Ted zukommt. Er hat es selbst erlebt und er liebt Ted immer noch (glaube ich).

Darum hilft er ihm auch seine Sachen, die einen schlechten Einfluss haben könnten, zu entsorgen (Ted schmeißt ein Apple Powerbook weg! Ich dachte, er ist blank und braucht Geld? hätte er doch auf ebay verkloppen können; Verdi, der alte Spanner, hat's ja gerade nochmal aus dem Müllsack rausgeschafft :laugh), obwohl Ted doch eigentlich lernen soll alleine klar zu kommen.

Für das Verhältnis Ted - Teds Freunde hab ich eigentlich nur ein Wort: VERLEGENHEIT. Mel und Lindz (und alle anderen bis auf Brian, der in der Tat Ted entlockt, dass es jetzt nur noch aufwärts gehen kann; ich fand auf den Schlag auf die Schulter durchaus freundlich-ermutigend gemeint) wissen nicht, was sie sagen sollen und Ted kriegt das natürlich mit.

Noch ein kurzes Wort zum häufig geäußerten Vorwurf, die Ted-Storyline sei zu hastig entwickelt. Natürlich ist tiefer Fall und Rekonvaleszenz unseres Sorgenkindes sehr verkürzt dargestellt. Wenngleich ich nicht glaube, dass Ted nur 7 Tage in der Klinik war, trotz Debbies Kommentar: erstens wäre dann die Wiedersehensfreude ein wenig übertrieben - sich eine Woche nicht sehen ist ja wohl nix, auch wenn's Reha ist; zweitens kann Darren ja wohl nach dieser Keilerei nicht am nächsten Tag schon wieder geschient und verbunden zuhause sitzen, der war sicher etliche Tage im Krankenhaus, bevor er entlassen wurde, so wie er zugerichtet war. Und Ted war ja schon ein paar Tage in der Reha als Emmett ihn besuchte - vor Darrens Bashing. Drittens kehrt man doch nicht zurück in die Klinik, nachdem man abgehauen ist, um am nächsten Tag offiziell auszuchecken. Da war er sicher noch eine Weile in Behandlung. Lange Rede kurzer Sinn: hier wurde ein bißchen geschlampt im Skript, aber darauf kommt's mir gar nicht so an.

Denn natürlich kann eine TV-Serie den schleichenden Verfall und die schwierige Rückkehr eines Junkies ins Leben nicht so realistisch darstellen wie ein Fassbinderfilm oder eine Sozialdoku. Das könnten wir alle auch gar nicht aushalten. Ich lese daher Episoden wie die im Diner immer als Stellvertreter für eine bestimmte Aussage ("Ted und seine Freunde, die er vorher so vor den Kopf gestoßen hat, sind sich fremd geworden"). Wir haben nur eine Sitzung von Ted gesehen, in der er von seinen Erfahrungen berichtet hat. Aber natürlich hat es mehr gegeben. Ich finde, dass die Klippen, die Ted alle hat umschiffen müssen - bei seinem Abstieg, der mehrere Auslöser hatte, und bei seiner Rückkehr, die durchaus komplex gezeigt wird, recht gut beschrieben sind.

Den Rest müssen wir uns in unseren Betrachterköpfen ausmalen - was in diesem Forum ja auch viele mit Begeisterung tun.


Zitat

Original von Shutterfly
Wer zum Teufel ist Heatherette?


Cash Advance | Debt Consolidation | Insurance | Free Credit Report | Cell Phones at Heatherette.com

zwei schwule Jungs, die in New York ein ziemlich schrilles, extrem erfolgreiches Modelabel aufgezogen haben; waren heuer auf dem Liveball in Wien der Hauptact bei der Fashionshow und trugen Stetson und ein dünner Westchen und drunter recht wenig. hat mich seeeehr erinnnert ;) die Feen sahen ihnen soagr ähnlich


Zitat

Original von soleada
Debbie hat aber im Diner zu ihm gesagt, dass sie keine Zeit hat sich alle sieben Tage anzuhören...


Mir kommt gerade eine mögliche Erklärung in den Sinn: Im Deutschen gibt es die Redewendung, dass jemand "bei Adam und Eva anfängt" zu erzählen, wenn derjenige langatmig und ausschweifend erzählt. Und Ted fing ja genauso an: am ersten Tag..., am zweiten Tag...., am dritten Tag...

Kann Debbie nicht vielleicht einfach einen (bißchen deplazierten, aber wir kennen sie ja) Scherz gemacht haben und auf die Schöpfungsgeschichte angespielt haben - die ja bekanntlich sieben Tage (inklusive Ruhetag) dauert?? Ist nur so ein Gedanke und würde die oben erwähnten Unstimmigkeiten erklären.

Hallo? Irgend ein native speaker im Forum, der dazu was sagen könnte?
Debbie: "In this conflict I am Switzerland."
Michael: "This means you are hiding Nazi gold?"
Debbie: "No, this means I'm neutral."

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »jinnai« (6. September 2007, 21:17)


Matti82

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23

Donnerstag, 6. September 2007, 20:56

Danke Woody. Du hast meinen Satz, dass ich nicht glaube, dass es nur 7 Tage waren, perfekt erläutert :) :klatsch

Hangman

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24

Freitag, 7. September 2007, 01:22

Zitat

Original von Shutterfly

Zitat

Die beiden Cowboyhutträger Kölbchen und Wölfchen sahen übrigens aus wie Heatherette, fandet ihr nicht?

Wer zum Teufel ist Heatherette? Kölbchen und Wölfchen klingt jedenfalls entzückender als Olivers Übersetzung und passt doch eigentlich verdammt gut zu Klößchen?! Oder Knödelchen - wie's beliebt. Ok, die wollten halt in der Fauna bleiben.


Hahaha das war super :laugh Aber Kölbchen? Ich hab Kälbchen verstanden :gruebel

Das fand ich auch super:

Michael: Das scheint ja ein Nackt-Volleyballspiel zu sein.
Emmett *genervt*: Deine Beobachtungsgabe ist bemerkenswert.

Super Folge.
"Kaum einer ist über den Tag verteilt so schwul wie du bereits um 9 Uhr morgens!" (Will & Grace)
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dunderklumpen

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25

Freitag, 7. September 2007, 01:38

Zitat

Zur Synchro: Böckchen finde ich weit weniger komisch als "Knödel" (aber, Shutterfly, wahrscheinlich gab es Differenzen im Team von Oliver Feld wie man Dumpling denn nun übersetzt, denn Du hättest ihn Kloß genannt, ein Franke wohl Klees und wir hier unten eben Knödel... ).


Egal ob Kloß, Knödel oder sonstwas, der Witz an der Geschichte ist eigentlich, dass sich die Autoren zurückbeziehen auf die Szene, in der Ben für Michael gekocht hat. Kurz bevor er schließlich umkippt und ins Krankenhaus kommt (Staffel 2). Da macht er nämlich "Dumbling" und nennt Michael liebevoll auch so.
Das ist natürlich bei der deutschen Übersetzung leider völlig verschwunden.

Dasselbe übrigens mit "fairy". Klar geht es hier um "Feen", New Age und Co. Aber ein schwuler, recht tuntiger, Mann wird doch im englischen auch spöttisch als "fairy" bezeichnet, oder nicht?
"I've always said it isn't who you love, it's how you love.
Genitalia is simply God's way of accesorising."
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26

Freitag, 7. September 2007, 05:22

Zitat

Original von Tante_Bruseliese

Zitat

Original von Matti82
Also ich glaube schon, dass der Entzug von Ted länger als 7 Tage gedauert hat ... Zwischen der 1. und der 2. Folge der neuen Staffel sind ja doch einige Tage vergangen ...


Zitat

Original von soleada
Debbie hat aber im Diner zu ihm gesagt, dass sie keine Zeit hat sich alle sieben Tage anzuhören...


Ich glaube, dieser rein körperliche Entzug dauert ungefähr eine Woche.

Was danach kommt, diese "seelische" Sucht, sich die Droge wieder einzupfeifen, zu bekämpfen, dauert entsprechend länger. Der Kampf wird mit Therapiesitzungen begleitet und danach muss der Abhängige dann alleine klar kommen, unterstützt durch ambulante Sitzungen.

Aber nachdem ich noch nie verbotene Substanzen zu mir genommen habe, weiß ich da auch nicht allzu genau bescheid.

Ted war aber wohl nach seinem körperlichen Entzug "nur noch" zur seelischen Therapie dort... und zum Boden schrubben, was sehr bei einer inneren Einkehr helfen kann. *kennt das vom Bügeln und Fenster putzen* ;)

Entsprechend länger ist gut. Für immer trifft es eher. Tritt mal mehr mal weniger stark auf.

Zitat

Original von akintay
Die Justin-Story find ich leider auch nicht so klasse. Es ist zwar gut, dass das Thema von seinem Bashing noch mal angesprochen wird, weil die Verdrengung in S2 sicher nicht eine entgültige Lösung sein kann. Aber Justin ist ja eigentlich ein sehr intelligenter und friedlicher Typ, da kann ich mir nicht vorstellen, dass er wegen ein so ner Rede von einem Psycho gleich Feuer und Flamme ist und sich denen anschließt. Klar hat sich da sicher über die Jahre Wut angesammelt und das ganze muss aufgearbeitet werden, aber für Justin find ich das etwas extrem.

Na, er hat ja auch auf die Werbekampagne von Stockwell extrem reagiert, indem er einfach rumgelaufen ist und seine eigenen Plakate geklebt hat anstatt zu diskutieren


Teddy ist zurück in seine Therapie gegangen.
Er hätte Emmett bitten sollen seine Wohnung zu cleanen, der hätte mit Sicherheit alles gefunden und konsequent entfernt.
Melanie und Lindsay wären dafür nicht geeignet gewesen. Er hat sie zwar gebeten sich um Schlaffi und die Post zu kümmern, aber die zwei haben nicht mit ihm zusammengelebt und kennen nicht die ganzen kleinen Verstecke in seiner Wohnung.
Interessant wie Blake und Ted umeinander herumschleichen, denn irgendwie wissen ja beide das eine Vertiefung ihrer Beziehung bei Teds noch labilen Zustand nicht gut ausgehen würde.
Wenigstens Brian behandelt Ted noch normal und vermittelt keine greifbares Spannungsgefühl der Ablehnung, wie alle anderen die regelrecht vor ihm fliehen und lauter banales Zeug quasseln statt sich vernünftig mit ihm auseinander zu setzen.
Emmett im Wald, als wenn das nicht absurd genug wäre, aber immerhin schafft er es als einziger geschmackvoll gekleidet zu sein.
Michael ist nachdem er erst gar nicht mitwollte Feuer und Flamme für diese Veranstaltung.
Wer hätte das gedacht Brian Kinney geht Klinken putzen.
Bei Gardner muß sich Cynthia enorm unwohl fühlen, wenn sie schon zu Brian geht um ihren aktuellen Boss zu hintergehen.
Dieser Cody und die Leute um ihn herum sind mir jetzt schon sehr suspekt. So eine aggressive Grundeinstellung ist immer sehr gefährlich und zielt offensichtlich auf körperliche Gewalt ab.
Warum sich auf eine Stufe auf eine Stufe herunter begeben wie diese Schwulenverprügler.
Man kann nun mal niemanden eine andere Einsicht mit aggressiven Verhalten vermitteln oder einen höheren IQ verpassen.


Zitat

Original von Shutterfly

Zitat

Original von Tante_Bruseliese
Ich glaube auch nicht, dass eine Aufklärung in der Schule so viel brächte.

Ich glaube, dass bei Leuten, die Sexualität peinlich finden oder jemanden einfach ausgrenzen wollen, Aufklärung auch nichts fruchtet. Jedenfalls nicht, wenn sie in der Gruppe auftreten. In der Gruppe, in der sie stark genug sind, hilflose Menschen zu schikanieren.


Aber wenn man schon im frühesten Kindesalter anfangen würde, Sexualität als Normalität zu lehren, insbesondere deren Abweichungen die zum Spektrum gehören und deshalb genauso normal sind, müsste doch endlich mal eine Generation herauskommen, die nicht ausgrenzt. Vielleicht bin ich da zu blauäugig und naiv, aber für mich ist das der einzige Weg, den wir gehen können. Das trifft auf so vieles zu, nicht nur auf Sexualität. Ich geb die Hoffnung halt nie auf und ich würde auch immer dafür kämpfen. Nur nicht mit Codys Mitteln.

Die Hoffnung hab ich auch. Einzige alternative dies zu erreichen Ethikunterricht für alle nicht abwählbar statt Religionsunterricht.

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27

Freitag, 7. September 2007, 09:21

Zitat

Original von Woody
Mir kommt gerade eine mögliche Erklärung in den Sinn: Im Deutschen gibt es die Redewendung, dass jemand "bei Adam und Eva anfängt" zu erzählen, wenn derjenige langatmig und ausschweifend erzählt. Und Ted fing ja genauso an: am ersten Tag..., am zweiten Tag...., am dritten Tag...

Kann Debbie nicht vielleicht einfach einen (bißchen deplazierten, aber wir kennen sie ja) Scherz gemacht haben und auf die Schöpfungsgeschichte angespielt haben - die ja bekanntlich sieben Tage (inklusive Ruhetag) dauert?? Ist nur so ein Gedanke und würde die oben erwähnten Unstimmigkeiten erklären.

Genau dasselbe habe ich auch gedacht. Debbies 7 Tage waren wohl nur rhetorisch gemeint. Natürlich muss Ted viel länger in der Klinik gewesen sein. Cowlip macht halt größere Sprünge, aber darauf kommts auch nicht an. Wie du so schön erklärtest, sind diese Szenen nur ein Stellvertreter für das Thema. Stark verkürzte, sich auf künstlerisch ausdrucksvollste Szenen beschränken und den "langweiligen" Rest weglassen. Auch uns wäre es langweilig geworden, jeden einzelnen Tag von Teds Rekonvaleszenz miterleben zu müssen.

Sicherlich hätte man durch ein paar eingeflochtene Sätze mit Zeitangaben die Schlamperei im Skript vermeiden können.

Ach, und danke für den Link zu Heatherette. Das sieht ja sehr... bunt aus! Weißt du zufällig, wo genau die ihr Domizil in New York haben? Da könnt ich doch glatt Brian mal hinwandern lassen.



Zitat

Original von dunderklumpen
Egal ob Kloß, Knödel oder sonstwas, der Witz an der Geschichte ist eigentlich, dass sich die Autoren zurückbeziehen auf die Szene, in der Ben für Michael gekocht hat. Kurz bevor er schließlich umkippt und ins
Krankenhaus kommt (Staffel 2). Da macht er nämlich "Dumbling" und nennt Michael liebevoll auch so.
Das ist natürlich bei der deutschen Übersetzung leider völlig verschwunden.

Dasselbe übrigens mit "fairy". Klar geht es hier um "Feen", New Age und Co. Aber ein schwuler, recht tuntiger, Mann wird doch im englischen auch spöttisch als "fairy" bezeichnet, oder nicht?

Absolut. Dass Michaels "dumpling" von Bens Bezeichnung seiner asiatisch-scharfen Klöße herkommt, war mir gleich klar. Fand ich ja irgendwie liebevoll, dass das das erste war, was Michael eingefallen ist.
Und dass fairy gleichzusetzen ist mit Fee und tuntigem Mann ist ja auch der Witz am Wortspiel. Im deutschen geht da so einiges verloren. Manches wäre zu vermeiden, anderes läßt sich nur sehr schwer umsetzen.

Übrigens muss ich mal wieder über die Synchronstimmen meckern. Die von Cody ist ja zum Schuheausziehen! Da verliert sein Pfeifenauftritt im GLC um 50 Prozent an Intensität.



Zitat

Original von Temptation
Wenigstens Brian behandelt Ted noch normal und vermittelt keine greifbares Spannungsgefühl der Ablehnung, wie alle anderen die regelrecht vor ihm fliehen und lauter banales Zeug quasseln statt sich vernünftig mit ihm auseinander zu setzen.

Ist schon schwierig, sich normal und vernünftig mit Ted auseinander zu setzen. Das wird einige Zeit brauchen, bis Ted selbst nicht mehr so unsicher ist. Ja, Brian hatte wenigstens ein paar aufmunternde Worte für ihn übrig, auch wenn die mit Säure durchtränkt waren. Der Grund ist, glaube ich, dass Ted ihm mehr oder weniger am Arsch vorbei geht. Sorry. Als Brian am Boden war wegen Justin, hat Ted ja auch auf ihm rumgetrampelt.


Zitat

Emmett im Wald, als wenn das nicht absurd genug wäre, aber immerhin schafft er es als einziger geschmackvoll gekleidet zu sein.


Meinst du das jetzt ehrlich oder ironisch? Selbst Harry Hay fand ja Emmetts Outfit nicht gerade schmeichelhaft. Dieses kleine Kapotthütchen mit roter Schleife sah aus wie aus dem Fundus von Scarlett O'Hara. Trotzdem sah's irgendwie süß an Em aus. :kicher



Zitat


Die Hoffnung hab ich auch. Einzige alternative dies zu erreichen Ethikunterricht für alle nicht abwählbar statt Religionsunterricht.

Da bin ich sowas von 100 Prozent dafür! Ethik tut sehr not in unserer verrohten, versauten Gesellschaft. Manchmal frag ich mich echt, auf welchem Planeten manche Zeitgenossen leben. Definitiv nicht auf meinem. Aber, wenn ich mir unser Schulsystem so ansehe, habe ich da sehr wenig Hoffnung.

So, und jetzt gehe ich mich bei Pro7 beschweren. :motz
"Trust me, nothing pisses off a straight guy more than a successful fag." Brian Kinney

akintay

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28

Freitag, 7. September 2007, 10:24

Leider ist es oft so, dass die Wortspiele oder Anpielungen in der deutschen Version verloren gehen. Was mich z.B. bis heute noch aufregt ist, dass die in 309 im Woodys aus "You're evil." (Justin), "I'm sweet." (Brian) irgendwas mit einer Anspielung auf "alt" gemacht haben.

@Temptation: Klar, hat Justin schon bei Stockwell durch seine Poster "etrem" reagiert, aber immer noch friedlich. Genau das find ich nämlich eher Justins Stil, durch intelligente Aktionen gegen etwas vorzugehen, anstatt sich einer Gruppe anzuschließen die Gewalt mit Gewalt bekämpfen will.

Und was ich in meinem ersten Beitrag vergessen hatte: Cody macht mir Angst. Hallo, psycho???

Viv

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29

Freitag, 7. September 2007, 18:55

:laugh geile Folge!!!

Ich fand die New Age-Story eigentlich sehr unterhaltsam...in der letzten Zeit war doch alles sehr düster, da kam die doch genau zur richtigen Stelle. Un Em hat es wieder auf die Beine gebracht...es ist Besserung in Sicht... =)

Apropo Besserung Ted ist wieder draußen :klatsch
Aber das wird für ihn noch mehr als hart werden...hoffentlich schafft er es und gewinnt das Vertrauen der anderen wieder zurück!!! Aber ich kann Liz und Co schon verstehen...ich wüßte auch nicht genau wie ich mit Ted umgehen sollte...schön fand ich aber, das Liz und Mel nochmal bei Ted vorbeigekommen um Schlaffi vorbeizubringen...dass war doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung!!! Dumm war natürlich, dass Ted grade die Pfeife "entsorgen" wollte!!! :gruebel

Jus macht mir Sorgen...sieht er den nicht worauf Cody aus ist??? Ich halte ihn eindeutig auch für psycho...und das kombiniert mit Radikaliät..das kann doch nicht gut enden :schuettel
Aber daran, das Jus darauf anspringt sieht man auch ganz deutlich, das er seinen Überfall noch lange nicht verarbeitet hat!!! Brians Haltung zu dem Ganzen fand ich prima...ich glaube nur diesmal wird "sein 2ter Sohn" seinen Rat nicht annehmen...Bin gespannt wie es da weitergeht!!! Interessant wäre auf jeden Fall ein Wortgefecht zwischen Brian und Cody :laugh :laugh :laugh :laugh :laugh :laugh :laugh
naja wir werden sehen!!!
Es macht mehr Angst den eigenen Weg zu gehen, als dass zu tun was andere erwarten!!!

Thommy

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30

Freitag, 7. September 2007, 19:26

Die zweite Folge hat mir richtig gut gefallen. Irgendwie hatte sie mit der Feengeschichte mal wieder das "besondere Etwas", was QaF ja zu einem großen Teil ausmacht. Auch die seltsame Tingel-Titelmelodie habe ich jetzt so oft gehört, dass sie mir fast schon gefällt, jedenfalls geht sie mir den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf. Und selbst dass Justins Haare ihm ständig wild im Gesicht rumhängen stört mich nicht mehr, irgendwie finde ich das jetzt sogar ganz süß. :heart Und er und Brian im Loft waren ja wieder sowas von :heart :hot :sabber !

Noch nicht so recht verstanden habe ich, wie Justin auf einmal an Darren kommt. Wie aus heiterem Himmel taucht der auf und schon kümmert sich Justin um ihn. Überhaupt haben irgendwie alle ihre soziale Ader entdeckt. Nicht nur Justin, auch Mel und Linds und sogar Ben engagieren sich! 8o Und um das Maß voll zu machen, sucht auch Brian plötzlich seine Kundschaft in der Community. Irgendwie haben die mit dem Staffelwechsel alle eine Gehirnwäsche durchgemacht oder sowas. ;)

Ted ist aus der Reha zurück. Ich bin, wie sein Mitpatient, aber skeptisch, ob er das wirklich durchhält. In der kurzen Zeit von Chrystal loszukommen traue ich selbst Ted nicht zu. Aber Blake scheint sich ja gut um ihn zu kümmern, offenbar besteht da noch gegenseitiges Interesse. :) Eigentlich fand ich ja Ted und Emmett zusammen richtig passend, aber da das wohl endgültig vorbei zu sein scheint, will ich mal nichts gegen Blake sagen.

Kaum ist diese Sorge erstmal gemildert, baut sich eine neue mit Riesenschritten auf. 8o Justin ist doch tatsächlich dabei, in schlechte Gesellschaft zu geraten. Dieser Cody Bell ist ein Rattenfänger, und Justin geht ihm voll auf den Leim. Sich zu wehren ist eine Sache und schön und gut, aber rauszugehen und statt "Schwulenklatschen" "Hetenklatschen" zu betreiben geht eindeutig zu weit. :rolleyes: Das trifft wieder nur die falschen und schürt neuen Hass. Wo sowas hinführt, dafür gibt es in der Weltgeschichte genug Beispiele. Rein äußerlich erinnert mich Cody an Eric, Justins jungfräulichen One-Night-Stand. Ansonsten finde ich es aber glaubwürdig, dass Justins altes Trauma wieder hochkommt, so richtig abgeschlossen war das ja damals noch nicht, nur ziemlich sang- und klanglos in der Versenkung verschwunden.

Brian versucht nun also doch, selbst Fuß zu fassen. Dass er da einfach in eine Konferenz seines Neu-Konkurrenten Gardner reinplatzt, finde ich aber schon sehr dreist. Und dann will auch noch Cynthia mit ihm abwandern, nicht schlecht.

Wie schon gesagt, die Geschichte um Emmett und Michael war etwas seltsam, aber in dieser Form ganz Qaf und vor allem "Emmett". :) Alleine schon die Kostüme! 8o :D Herrlich. Immerhin hat Emmett damit wieder auf den richtigen Weg zurückgefunden. :)

Anmerkung am Rande: Nachdem letztes Mal "Knight Rider" im Hintergrund im Fernsehen lief, kam diesmal Knight-Rider-Musik im Babylon. Haben die QaF-Jungs und -Mädels einen Scheinwerbevertrag abgeschlossen, sind da "alte Recken" am Werk oder was? ?(
Dank an Malli.

Es würde viel weniger Böses auf Erden getan, wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte.
Marie von Ebner-Eschenbach

31

Samstag, 8. September 2007, 00:16

Dass Justin so schnell auf Codys Rede anspringt, finde ich nicht nur vor dem Hintergrund seiner eigenen Vergangenheit als Gewaltopfer einleuchtend. Es hat wohl auch mit Codys Persönlichkeit zu tun. Justin hat nun mal eine Schwäche für extreme Charaktere - wenn man will, kann man zwischen Brian, Ethan und Cody eine gewisse Ähnlichkeit sehen... ;)
Warum er diesen (scheinbar) selbstsicheren, selbstverliebten und ziemlich angeschlagenen Typ Mann so toll findet, wer weiß. Auf jeden Fall scheint er sich von etwas angezogen zu fühlen, was andere eher auf Abstand gehen lässt.

Brians Bemerkung an Ted, dass es, wenn man ganz unten ist, nur noch aufwärts gehen kann, habe ich nicht als herzlos empfunden. Brian redet da doch nicht nur über Ted, sondern auch über sich selbst ! Er ist genauso "auf die Schnauze" gefallen wie sein Freund Theodore. Sie haben etwas gemein, und Brian signalisiert das Ted - was dieser leider nicht kapiert, weil er sich vermutlich nicht im Traum vorstellen könte, dass Brian sich mit ihm vergleicht.
Wieso besitzt Ted eigentlich eine halbverwelkte Pflanze ? Passt doch eigentlich gar nicht zu ihm. Außer als Metapher. :rulez

Mit der Feenstory konnte ich nicht so viel anfangen. Ehrlich gesagt fand ich sie streckenweise langweilig, was vielleicht daran liegt, dass der "tiefere Sinn" dieser, äh, Erlebnistherapie nicht wirklich rüberkam. Das Ganze wirkte wie ein launiger Abenteuerspielplatz für schwule Männer, was wohl kaum erklären kann, wieso Emmett dort im Pilzrausch seine Bestimmung wiederfindet. (War übrigens geschickt gemacht, seine mystische Begegnung mit Harry Hay so zu plazieren, dass man sie auch als Halluzination erklären konnte.) Die einzige Szene, die ich wirklich gelungen fand, war die, in der er, von imaginären Fabelwesen verfolgt, wie ein wandelnder Fliegenpilz durch die Wildnis irrt. Lag aber auch an der perfekten Musikuntermalung. :fee
Übrigens kam auch in dieser Story wieder ein Zitat aus dem "Zauberer von Oz" vor, jedenfalls sinngemäß, als Emmett sagte, er habe das "Gefühl, er sei nicht mehr in Pittsburgh".

An Brians Werbe-Coup hat mich bloß eines gestört: die erste Kampagne für das Medikament, die er ja auch selbst entwickelt haben sollte, war für einen Brian Kinney viel zu plump. Aber gut, das war wohl dramaturgisch erforderlich, sonst hätte er sich ja nicht selbst toppen können. :D

seraphim21

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32

Samstag, 8. September 2007, 02:48

Also, ich finde ja die Szene zwischen Brian und Justin, bezüglich der, ähh, drastischen Zeichnungen großartig . . . Da kommt, find ich, mal wieder ohne Worte aber überdeutlich rüber, wie tief Brian für Justin empfindet . . . Wie liebevoll und besorgt er ist, und der Blick, wenn er sagt "Yeah, I know, I was there" . . . :( =)

Und am Schluß, Emmet, das ist ja mal ein Brülller . . . :kicher Aber ich finde auch, er sieht klasse aus, Outfit, "Make-Up" und überhaupt . . . *knuddelz*


And if they lay us to the rest . . .
. . . tell our moms we done our best

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33

Samstag, 8. September 2007, 03:40

Zitat

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Zitat

Original von Woody
Mir kommt gerade eine mögliche Erklärung in den Sinn: Im Deutschen gibt es die Redewendung, dass jemand "bei Adam und Eva anfängt" zu erzählen, wenn derjenige langatmig und ausschweifend erzählt. Und Ted fing ja genauso an: am ersten Tag..., am zweiten Tag...., am dritten Tag...

Kann Debbie nicht vielleicht einfach einen (bißchen deplazierten, aber wir kennen sie ja) Scherz gemacht haben und auf die Schöpfungsgeschichte angespielt haben - die ja bekanntlich sieben Tage (inklusive Ruhetag) dauert?? Ist nur so ein Gedanke und würde die oben erwähnten Unstimmigkeiten erklären.

Genau dasselbe habe ich auch gedacht. Debbies 7 Tage waren wohl nur rhetorisch gemeint. Natürlich muss Ted viel länger in der Klinik gewesen sein. Cowlip macht halt größere Sprünge, aber darauf kommts auch nicht an. Wie du so schön erklärtest, sind diese Szenen nur ein Stellvertreter für das Thema. Stark verkürzte, sich auf künstlerisch ausdrucksvollste Szenen beschränken und den "langweiligen" Rest weglassen. Auch uns wäre es langweilig geworden, jeden einzelnen Tag von Teds Rekonvaleszenz miterleben zu müssen.

Sicherlich hätte man durch ein paar eingeflochtene Sätze mit Zeitangaben die Schlamperei im Skript vermeiden können.

Zwischen der letzten Folge der dritten Staffel und der ersten der vierten liegen ca. 7-10 Tage und zwischen der ersten und zweiten der vierten Staffel vielleicht 3-4.






Zitat

Original von Shutterfly

Zitat

Original von Temptation
Wenigstens Brian behandelt Ted noch normal und vermittelt keine greifbares Spannungsgefühl der Ablehnung, wie alle anderen die regelrecht vor ihm fliehen und lauter banales Zeug quasseln statt sich vernünftig mit ihm auseinander zu setzen.

Ist schon schwierig, sich normal und vernünftig mit Ted auseinander zu setzen. Das wird einige Zeit brauchen, bis Ted selbst nicht mehr so unsicher ist. Ja, Brian hatte wenigstens ein paar aufmunternde Worte für ihn übrig, auch wenn die mit Säure durchtränkt waren. Der Grund ist, glaube ich, dass Ted ihm mehr oder weniger am Arsch vorbei geht. Sorry. Als Brian am Boden war wegen Justin, hat Ted ja auch auf ihm rumgetrampelt.

Das mein ich ja, die haben sich schon immer furchtbar gerne gegenseitig mit spitzen Pfeilen beschossen.
Wenn Brian ihn mit Samthandschuhen angefasst hätte, wäre er genauso wie alle anderen gewesen. Und Ted hat ihn ja gerade wegen seiner Kaltschnäuzigkeit als Steckerzieher vorgesehen.

Zitat

Emmett im Wald, als wenn das nicht absurd genug wäre, aber immerhin schafft er es als einziger geschmackvoll gekleidet zu sein.


Meinst du das jetzt ehrlich oder ironisch? Selbst Harry Hay fand ja Emmetts Outfit nicht gerade schmeichelhaft. Dieses kleine Kapotthütchen mit roter Schleife sah aus wie aus dem Fundus von Scarlett O'Hara. Trotzdem sah's irgendwie süß an Em aus. :kicher
[/quote]
Für seine Verhältnisse war das outfit ja schon fast wieder normal.


Zitat

Original von Thommy
Anmerkung am Rande: Nachdem letztes Mal "Knight Rider" im Hintergrund im Fernsehen lief, kam diesmal Knight-Rider-Musik im Babylon. Haben die QaF-Jungs und -Mädels einen Scheinwerbevertrag abgeschlossen, sind da "alte Recken" am Werk oder was?

Und ich dachte schon mir schwinden alle meine Sinne.
Wenigstens einer hat es doch gehört.


Zitat

Original von akintay
@Temptation: Klar, hat Justin schon bei Stockwell durch seine Poster "etrem" reagiert, aber immer noch friedlich. Genau das find ich nämlich eher Justins Stil, durch intelligente Aktionen gegen etwas vorzugehen, anstatt sich einer Gruppe anzuschließen die Gewalt mit Gewalt bekämpfen will.

Mutwillige Sachbeschädigung und die damit verbundene Zwangsbeurlaubung von seiner Kunsthochschule würde ich nicht als intelligente Aktion bewerten.


Das wollte ich auch noch loswerden, da hier schon wieder in nahezu jedem zweiten Beitrag was zur Synchronisation steht, da gibt es einen eigenen thread zu. Also bitte nutzt den auch.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Temptation« (8. September 2007, 03:59)


Thommy

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Samstag, 8. September 2007, 10:29

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Original von Prudence
Dass Justin so schnell auf Codys Rede anspringt, finde ich nicht nur vor dem Hintergrund seiner eigenen Vergangenheit als Gewaltopfer einleuchtend. Es hat wohl auch mit Codys Persönlichkeit zu tun. Justin hat nun mal eine Schwäche für extreme Charaktere - wenn man will, kann man zwischen Brian, Ethan und Cody eine gewisse Ähnlichkeit sehen... ;)

Ich sehe den Zusammenhang nicht so. Gerade als Opfer sinnloser Gewalt sollte er es meiner Meinung nach besser wissen. Denn das, was Cody vorhat, zumindest wie ich es verstanden habe, ist, den Spieß umzudrehen, also Heten, die sich "zufällig" auf die Liberty Avenue "verirren", zu verkloppen. Das kann es doch wirklich nicht sein! Da werden genauso Unschuldige zu Opfern wie im Fall von Justin und Darren. Geholfen ist damit niemandem.

Justin scheint auf seinem durchaus anerkennenswerten Weg im Kampf gegen die Unterdrückung bisweilen deutlich übers Ziel hinauszuschießen. Debbie versucht es auf die verrückte Art, dennoch mit viel Einfühlungsvermögen und nötigenfalls auch mit Hartnäckigkeit und Nachdruck, aber immer "sauber". Justin hingegen hatte mit seiner Plakataktion schon sehr extreme Mittel ergriffen, wirklich erfolgreich war aber letztendlich Brians Strategie. Der weiß, womit man etwas bewirken kann. Er ist der Werbefachmann, und als solcher weiß er natürlich, wie Leute zu beeinflussen sind, und zwar auf eine Art, dass sie nicht einmal merken, dass sie beeinflusst werden. Justin sollte sich daran mal ein Beispiel nehmen, intelligent genug dafür hatte ich ihn eigentlich eingeschätzt. Stattdessen läuft er solchen Dumpfbacken wie Cody hinterher. :rolleyes: Ich rechne jedenfalls mit dem Schlimmsten. 8o ;(
Dank an Malli.

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Samstag, 8. September 2007, 10:42

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Original von Prudence
Dass Justin so schnell auf Codys Rede anspringt, finde ich nicht nur vor dem Hintergrund seiner eigenen Vergangenheit als Gewaltopfer einleuchtend. Es hat wohl auch mit Codys Persönlichkeit zu tun. Justin hat nun mal eine Schwäche für extreme Charaktere - wenn man will, kann man zwischen Brian, Ethan und Cody eine gewisse Ähnlichkeit sehen... ;)
Warum er diesen (scheinbar) selbstsicheren, selbstverliebten und ziemlich angeschlagenen Typ Mann so toll findet, wer weiß. Auf jeden Fall scheint er sich von etwas angezogen zu fühlen, was andere eher auf Abstand gehen lässt.

Schön, dass du wieder mit von der Partie bist, Prudence! Interessanter Ansatz, den du hier anbietest. Stimmt auffallend. Den Zusammenhang zwischen Brian und Ethan habe ich wohl gesehen, dass Cody nun auch hinzukommt, passt da ins Schema. Schwierige Charaktere sind interessant und aufregend; Justin muss sich dabei herausgefordert fühlen. Bislang hat er es auch immer geschafft, dabei nicht selbst unter die Räder zu kommen.


Zitat

Brians Bemerkung an Ted, dass es, wenn man ganz unten ist, nur noch aufwärts gehen kann, habe ich nicht als herzlos empfunden. Brian redet da doch nicht nur über Ted, sondern auch über sich selbst ! Er ist genauso "auf die Schnauze" gefallen wie sein Freund Theodore. Sie haben etwas gemein, und Brian signalisiert das Ted - was dieser leider nicht kapiert, weil er sich vermutlich nicht im Traum vorstellen könte, dass Brian sich mit ihm vergleicht.

Danke für die präzise Erklärung! Hatte ich jetzt gar nicht so auf Brian selbst bezogen, macht aber sehr viel Sinn. Der herzhafte Schulterklopfer war ehrlich als Aufmunterung gemeint. Vielleicht werden die beiden ja doch noch Freunde.

Was mich ein wenig erstaunt hat, war, dass Justin so einfach aus dem Diner gerannt ist, ohne sich von Brian zu verabschieden. Allerdings wäre ja dann Brians plötzliche Stimme aus dem Hintergrund nicht halb so überraschend für Ted gekommen.


Zitat

Wieso besitzt Ted eigentlich eine halbverwelkte Pflanze ? Passt doch eigentlich gar nicht zu ihm. Außer als Metapher. :rulez

Sicher war's eine Metapher.


Zitat

An Brians Werbe-Coup hat mich bloß eines gestört: die erste Kampagne für das Medikament, die er ja auch selbst entwickelt haben sollte, war für einen Brian Kinney viel zu plump. Aber gut, das war wohl dramaturgisch erforderlich, sonst hätte er sich ja nicht selbst toppen können. :D

Stimmt. War nicht subtil genug, sondern einfach nur langweilig, nichtssagend und ziemlich oberflächlich. Sah aus wie Werbung für Brown Athletics und auch da hatte er besseres zustande gebracht.


@Thommy
Ich hab nie Knight Rider gesehen, deshalb kann ich dazu auch nichts sagen. Hatte das einen tieferen Bezug zur Szene, die gerade spielte?


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Original von seraphim21
Also, ich finde ja die Szene zwischen Brian und Justin, bezüglich der, ähh, drastischen Zeichnungen großartig . . . Da kommt, find ich, mal wieder ohne Worte aber überdeutlich rüber, wie tief Brian für Justin empfindet . . . Wie liebevoll und besorgt er ist, und der Blick, wenn er sagt "Yeah, I know, I was there" . . .

Das war eine wunderbare Szene. Da merkte man, dass auch Brian das immer noch zu schaffen macht. Justin musste seine Hand ja richtig mit Gewalt aus Brians ziehen - warum auch immer. Justin ist wohl zu zornig, um Mitgefühl zuzulassen.


Zitat

Original von Thommy
Justin scheint auf seinem durchaus anerkennenswerten Weg im Kampf gegen die Unterdrückung bisweilen deutlich übers Ziel hinauszuschießen. Debbie versucht es auf die verrückte Art, dennoch mit viel Einfühlungsvermögen und nötigenfalls auch mit Hartnäckigkeit und Nachdruck, aber immer "sauber". Justin hingegen hatte mit seiner Plakataktion schon sehr extreme Mittel ergriffen, wirklich erfolgreich war aber letztendlich Brians Strategie. Der weiß, womit man etwas bewirken kann. Er ist der Werbefachmann, und als solcher weiß er natürlich, wie Leute zu beeinflussen sind, und zwar auf eine Art, dass sie nicht einmal merken, dass sie beeinflusst werden. Justin sollte sich daran mal ein Beispiel nehmen, intelligent genug dafür hatte ich ihn eigentlich eingeschätzt. Stattdessen läuft er solchen Dumpfbacken wie Cody hinterher. Ich rechne jedenfalls mit dem Schlimmsten.

Bin hier nicht direkt angesprochen, will aber trotzdem antworten. Als Kenner der nächsten Episode beiße ich mir hier natürlich auf die Zunge. Aber, ich denke, Justins drastische Art sich auszudrücken, stammt von seinem Künstlercharakter her. Er ist nicht Durchschnitt und innerlich wohl genauso wild wie Brian, Ethan und Cody. Brian macht es durchaus auf die subtile Art, Cody geht einen Schritt weiter. Wie Prudence schon schrieb: Justin steht auf extreme Charaktere weil er wohl selbst einer ist.

Im übrigen finde ich Codys Ansprache im GLC ziemlich beeindruckend, weil sie im Kern wahr ist. Ob man nun deswegen extra die Straßen patroullieren muss, glaube ich nicht. Ich hätte es lieber als Aufruf zur Wachsamkeit verstanden, nicht zum Weggucken - wie geschehen, als Blake bewusstlos auf der Toilette des Babylon lag und alle ungerührt über ihn drüber weggestiegen sind.

Es hätte ein Aufruf zu mehr gegenseitigem Beistand sein können, nicht zum Aufruhr.
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36

Samstag, 8. September 2007, 12:14

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Original von Thommy
Gerade als Opfer sinnloser Gewalt sollte er es meiner Meinung nach besser wissen. Denn das, was Cody vorhat, zumindest wie ich es verstanden habe, ist, den Spieß umzudrehen, also Heten, die sich "zufällig" auf die Liberty Avenue "verirren", zu verkloppen. Das kann es doch wirklich nicht sein! Da werden genauso Unschuldige zu Opfern wie im Fall von Justin und Darren. Geholfen ist damit niemandem.


Also, was Cody zuerst einmal in der Versammlung und dann im Woody's formuliert hat, war ein Auruf, sich Gewalt (verbale, psychische, physische, waht ever) nicht einfach gefallen zu lassen oder auf Hilfe von anderen (Staat, Freunde, gerechtes Schicksal etc.) zu hoffen, sondern unmittelbar darauf zu reagieren, auch um sich Respekt zu verschaffen.

Das kann ich grundsätzlich verstehen. Als Chris Hobbs in dem Heim, in dem er zur Strafe Sozialdienst schieben mußte und wo ihn Justin beim Bodenwischen antraf, Justin wieder beleidigt hatte, also rein gar nichts gelernt hatte und ganz offenbar immer ein Schwulenhasser (ob aus Selbsthass oder warum auch immer: wurscht) bleiben würde, da ist Justin einfach nur wie gelähmt dagestanden. Er hätte ihn ja nicht gleich wie Arnie oder Rambo verkloppen müssen, aber nicht einmal einen scharfen Satz hat er rausgebracht, er hat gar nichts gesagt vor Entsetzen, nichts. Er war allein und hatte wieder Angst. Er hatte kein Instrumentarium sich zu wehren und sei es nur verbal.

Ich verstehe vollauf, dass er sich von dem Vorschlag angezogen fühlt, eine Gruppe zu bilden, die stark ist und die damit echten Angriffen auch begegnen kann. Persönlich halte ich, hab ich schon gesagt, Gegengewalt und Bürgerwehren für völlig falsch. Aber erstmal sagt Cody ja nur, dass sie sich der alltäglichen Diskriminierung entgegenstellen wollen. Wäre ich Darren oder Justin, würde ich mir auch gewünscht haben, dass eine Gruppe beherzter Verteidiger vorbei gekommen wäre, als die mich erwischt haben - wobei Justin ja nicht mal die Anwesenheit Brians was genutzt hat...

Du hast recht, Thommy, Gewalt bringt nichts. Aber wenn man nicht dazu kommt, das seinem Angreifer zu sagen, weil man Mund und Nase voller Blut hat oder schon ganz weggetreten ist, dann phantasiert man sich eben in eine Situation der Stärke - oder die anderen in eine Situation der Schwäche: wie meinte Darren, der zierliche, der im Herzen doch nur ein hübschen Mädchen ist: sie sollen lebenslänglich jede Nacht von Mitgefangenen mit AIDS vergewaltigt werden.... Man wird ja noch träumen dürfen.


Wer hat sich nochmal über Darrens Erscheinen gewundert?
Darren "taucht" nicht plötzlich auf, sondern wurde doch in die Geschichte eingeführt: Justin hat ihn, äh Shandra, offenbar als Gig für Brians Benefiz engagiert. Dass er sich nach seinem Bashing um ihn kümmert, ist daher sogar dreifach einlauchtend:
- Solidarität mit einem Bashingopfer wie er eines war
- es passierte, nachdem Darren vom dem Benefiz heim ging (Justin trifft da ntürlich keine Verantwortung, aber verständlich, dass es ihm umso näher geht)
- Debbie, die sich um ihre community sorgt, bekocht Darren - und wer wäre da besser als Justin geeignet, die Henkelmänner zu liefern?
Debbie: "In this conflict I am Switzerland."
Michael: "This means you are hiding Nazi gold?"
Debbie: "No, this means I'm neutral."

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Sonntag, 9. September 2007, 04:03

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Original von Woody

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Original von Thommy
Gerade als Opfer sinnloser Gewalt sollte er es meiner Meinung nach besser wissen. Denn das, was Cody vorhat, zumindest wie ich es verstanden habe, ist, den Spieß umzudrehen, also Heten, die sich "zufällig" auf die Liberty Avenue "verirren", zu verkloppen. Das kann es doch wirklich nicht sein! Da werden genauso Unschuldige zu Opfern wie im Fall von Justin und Darren. Geholfen ist damit niemandem.


Also, was Cody zuerst einmal in der Versammlung und dann im Woody's formuliert hat, war ein Auruf, sich Gewalt (verbale, psychische, physische, waht ever) nicht einfach gefallen zu lassen oder auf Hilfe von anderen (Staat, Freunde, gerechtes Schicksal etc.) zu hoffen, sondern unmittelbar darauf zu reagieren, auch um sich Respekt zu verschaffen.

Das Problem ist das das durchaus als ein Aufruf zur Gegengewalt ist.
Allein was er gesagt hat, wie bestimmend er das gesagt hat und vor allem mit welcher aggressiven körperlichen Ausstrahlung er aufgetreten ist, läßt nur den Schluß zu der Mann ist auf einem gewaltätigen Rachefeldzug.
Es ist ernsthaft gefährlich so etwas klein zu reden, genauso naiv wie zu behaupten es war ein dummer Jungenstreich Darren zusammenzuschlagen.



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Original von Woody
Das kann ich grundsätzlich verstehen. Als Chris Hobbs in dem Heim, in dem er zur Strafe Sozialdienst schieben mußte und wo ihn Justin beim Bodenwischen antraf, Justin wieder beleidigt hatte, also rein gar nichts gelernt hatte und ganz offenbar immer ein Schwulenhasser (ob aus Selbsthass oder warum auch immer: wurscht) bleiben würde, da ist Justin einfach nur wie gelähmt dagestanden. Er hätte ihn ja nicht gleich wie Arnie oder Rambo verkloppen müssen, aber nicht einmal einen scharfen Satz hat er rausgebracht, er hat gar nichts gesagt vor Entsetzen, nichts. Er war allein und hatte wieder Angst. Er hatte kein Instrumentarium sich zu wehren und sei es nur verbal.


Er hat da wie gelähmt dagestanden, weil er ja vor Gericht nicht persöhnlich mit ihm abrechnen konnte. Er hatte ja so gut wie keine Erinnerung daran und in dem Moment muß er wohl im Unterbewußtsein alles nochmal durchlitten haben.



Zitat

Original von Woody
Wer hat sich nochmal über Darrens Erscheinen gewundert?
Darren "taucht" nicht plötzlich auf, sondern wurde doch in die Geschichte eingeführt: Justin hat ihn, äh Shandra, offenbar als Gig für Brians Benefiz engagiert. Dass er sich nach seinem Bashing um ihn kümmert, ist daher sogar dreifach einlauchtend:
- Solidarität mit einem Bashingopfer wie er eines war
- es passierte, nachdem Darren vom dem Benefiz heim ging (Justin trifft da ntürlich keine Verantwortung, aber verständlich, dass es ihm umso näher geht)
- Debbie, die sich um ihre community sorgt, bekocht Darren - und wer wäre da besser als Justin geeignet, die Henkelmänner zu liefern?

War zwar nicht ich, aber muß darauf mal antworten.
Wir haben Justin nie so als Szenenfürsorger a la Debbie gesehen. Dazu kommt noch, wie vertraut er mit Darren umgeht, als würde er ihn jahrelang kennen und nur an uns ist diese innige Freundschaft unbemerkt vorübergegangen.

Woody

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38

Sonntag, 9. September 2007, 11:57

Zitat

Original von Temptation
Das Problem ist das das durchaus als ein Aufruf zur Gegengewalt ist.
Allein was er gesagt hat, wie bestimmend er das gesagt hat und vor allem mit welcher aggressiven körperlichen Ausstrahlung er aufgetreten ist, läßt nur den Schluß zu der Mann ist auf einem gewaltätigen Rachefeldzug.
Es ist ernsthaft gefährlich so etwas klein zu reden, genauso naiv wie zu behaupten es war ein dummer Jungenstreich Darren zusammenzuschlagen.


Ja, das ist ein Aufruf zu Gegengewalt und das will ich gar nicht klein reden. Überhaupt nicht.
Temptation, unterscheide doch bitte mal zwischen Analyse und Rechtfertigung. Ich hab (überflüssigerweise, das versteht sich wohl von selbst) betont, dass ich nicht zu den Verfechtern der Auge-um-Auge-Fraktion gehöre. Aber ich kann auch gegen den Zweiten Weltkrieg oder Genmanipulation sein und trotzdem die Beweggründe der unterschiedlichen Parteien besprechen.
Aber am besten diskutieren wir das nochmal zwei Folgen später.


Zitat

Er hat da wie gelähmt dagestanden, weil er ja vor Gericht nicht persöhnlich mit ihm abrechnen konnte. Er hatte ja so gut wie keine Erinnerung daran und in dem Moment muß er wohl im Unterbewußtsein alles nochmal durchlitten haben.


Genau. Wie gelähmt muss er sich nochmal beleidigen und sogar den Tod wünschen lassen. Kann man sich noch gedemütigter fühlen? Hasst man da nicht seine eigene Angst?



Zitat


War zwar nicht ich, aber muß darauf mal antworten.
Wir haben Justin nie so als Szenenfürsorger a la Debbie gesehen. Dazu kommt noch, wie vertraut er mit Darren umgeht, als würde er ihn jahrelang kennen und nur an uns ist diese innige Freundschaft unbemerkt vorübergegangen.


Ich finde es absolut ok, dass ab und an Nebencharaktere eingeführt werden. Würden all die Dinge, die so passieren, nur unserem harten Kern zustossen, würde das ganze ja eine Lachnummer. Daphne kommt auch fast nie mehr vor, ist aber Justins beste Freundin. Justin hat das Porträt von Jason Camp für Debbie gezeichnet und steht ihr vermutlich doch so nahe, dass er für sie (bzw. ein Bashingopfer wie er selbst es war) mal einen Topf Nudeln über die Straße tragen würde. Aber wie logisch oder unlogisch auch immer: Shandra bringt auf jedenfall etwas Glamour rein und Darren ist doch ganz nett.
Debbie: "In this conflict I am Switzerland."
Michael: "This means you are hiding Nazi gold?"
Debbie: "No, this means I'm neutral."

39

Sonntag, 9. September 2007, 13:55

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Original von Woody
Also, was Cody zuerst einmal in der Versammlung und dann im Woody's formuliert hat, war ein Auruf, sich Gewalt (verbale, psychische, physische, waht ever) nicht einfach gefallen zu lassen oder auf Hilfe von anderen (Staat, Freunde, gerechtes Schicksal etc.) zu hoffen, sondern unmittelbar darauf zu reagieren, auch um sich Respekt zu verschaffen.

Das kann ich grundsätzlich verstehen. Als Chris Hobbs in dem Heim, in dem er zur Strafe Sozialdienst schieben mußte und wo ihn Justin beim Bodenwischen antraf, Justin wieder beleidigt hatte, also rein gar nichts gelernt hatte und ganz offenbar immer ein Schwulenhasser (ob aus Selbsthass oder warum auch immer: wurscht) bleiben würde, da ist Justin einfach nur wie gelähmt dagestanden. Er hätte ihn ja nicht gleich wie Arnie oder Rambo verkloppen müssen, aber nicht einmal einen scharfen Satz hat er rausgebracht, er hat gar nichts gesagt vor Entsetzen, nichts. Er war allein und hatte wieder Angst. Er hatte kein Instrumentarium sich zu wehren und sei es nur verbal.

Ich verstehe vollauf, dass er sich von dem Vorschlag angezogen fühlt, eine Gruppe zu bilden, die stark ist und die damit echten Angriffen auch begegnen kann. Persönlich halte ich, hab ich schon gesagt, Gegengewalt und Bürgerwehren für völlig falsch. Aber erstmal sagt Cody ja nur, dass sie sich der alltäglichen Diskriminierung entgegenstellen wollen. Wäre ich Darren oder Justin, würde ich mir auch gewünscht haben, dass eine Gruppe beherzter Verteidiger vorbei gekommen wäre, als die mich erwischt haben - wobei Justin ja nicht mal die Anwesenheit Brians was genutzt hat...

Ich bin da ganz deiner Meinung.

Ich kann Justin bei seiner Vorgeschichte auch gut verstehen, warum er sich von Cody angezogen fühlt. Das was Cody von sich gegeben hat bei der Versammlung macht im Kern auch durchaus Sinn. Ich weiß jetzt aber nicht mehr genau wie die deutsche Version war, kann mich nur ans englische erinnern.

Natürlich ist Gegengewalt keine Lösung, aber davon redet er zunächst auch nicht. Ob Cody wirklich für die gute Sache kämpft, oder er einfach nur auf Stunk aus ist, kann man zu diesem Zeitpunkt noch nicht erkennen. Ich versteh nicht, warum viele schon wieder Justin vorverurteilen, darf der Junge keine Fehler machen? Es spielt doch auch eine Rolle, nicht wie sich jemand verhält, sondern warum er sich so verhält. Das Leben ist nunmal nicht nur Schwarz oder Weiß.

Warum sich einige über Darren wundern versteh ich auch nicht, es tauchen doch ständig neue Leute auf und verschwinden dann wieder. Auch finde ichs nicht außergewöhnlich sich mit jemandem gut zu verstehen den man erst kennen gelernt hat. Manche Leute trifft man und hat das Gefühl man kennt sich seit Jahren und zu manchen findet man nie nen Draht.

Thommy

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40

Sonntag, 9. September 2007, 14:57

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Original von Temptation

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Original von Woody

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Original von Thommy
Gerade als Opfer sinnloser Gewalt sollte er es meiner Meinung nach besser wissen. Denn das, was Cody vorhat, zumindest wie ich es verstanden habe, ist, den Spieß umzudrehen, also Heten, die sich "zufällig" auf die Liberty Avenue "verirren", zu verkloppen. Das kann es doch wirklich nicht sein! Da werden genauso Unschuldige zu Opfern wie im Fall von Justin und Darren. Geholfen ist damit niemandem.


Also, was Cody zuerst einmal in der Versammlung und dann im Woody's formuliert hat, war ein Auruf, sich Gewalt (verbale, psychische, physische, waht ever) nicht einfach gefallen zu lassen oder auf Hilfe von anderen (Staat, Freunde, gerechtes Schicksal etc.) zu hoffen, sondern unmittelbar darauf zu reagieren, auch um sich Respekt zu verschaffen.

Das Problem ist das das durchaus als ein Aufruf zur Gegengewalt ist.
Allein was er gesagt hat, wie bestimmend er das gesagt hat und vor allem mit welcher aggressiven körperlichen Ausstrahlung er aufgetreten ist, läßt nur den Schluß zu der Mann ist auf einem gewaltätigen Rachefeldzug.
Es ist ernsthaft gefährlich so etwas klein zu reden, genauso naiv wie zu behaupten es war ein dummer Jungenstreich Darren zusammenzuschlagen.

Cody sagt "Lust, den Heten voll in den Arsch zu treten?", und das interpretiere ich eindeutig als Aufruf zum Angriff, nicht zur Verteidigung.
Dank an Malli.

Es würde viel weniger Böses auf Erden getan, wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte.
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