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81

Mittwoch, 24. Oktober 2007, 21:04

Spät aber doch würd ich auch noch gern ein Quäntchen Senf dazugeben.

Endlich hat der Albtraum um Justin ein Ende. Ich war am Schluss ähnlich erleichtert wie Justin. Ich hatte während der ganzen Szene Angst, dass plötzlich die Polizei auf der Matte stehen könnte. Und dann hatte ich Angst, dass Justin wirklich abdrücken könnte. Es hätte mich nicht gewundert, wenn es so ausgegangen wäre, dass Brian im letzten Moment kommt und das Schlimmste gerade noch verhindert (vor allem nach Daphnes Appell an ihn), aber er hat sich komplett rausgehalten, obwohl er wusste, wo Justin mit Cody hin wollte. (Dabei hätte ich eine kleine Szene, in der Brian irgendwo versteckt im Dunkeln das Geschehen beobachtet, und ein Auge auf Justin hat, auch irgendwie nett gefunden.)

Apropos Daphne: Wieso erwähnt sie Hobbs' Namen, wenn es glasklar ist, dass Justin nicht will, dass Cody davon erfährt? Besonders nach ihrem weniger freundlichen Kennenlernen mit Cody ist es eigenartig, dass sie ihm das gegen Justins Willen auf die Nase bindet.

Das ganze "unbeteiligte Heten Provozieren" der letzten Folgen ist mir total gegen den Strich gegangen, aber die Aktion in dieser Folge war mir trotzdem recht (nachdem ich wusste, dass alles gut ausgeht... ;)). Diesmal hat sich die Aktion gezielt gegen einen Schuldigen gerichtet, und damit fand ich sie gerechtfertigt.
Ich hab da wahrscheinlich einen etwas eigenartigen Moralmaßstab.
Aber ich bin froh, dass Hobbs eine angemessene Strafe gekriegt hat. Vor allem eben, weil das Justin die Seele erleichtert hat.

Was Cody als Kind passiert ist, ist eine furchtbar scheußliche Sache. Nicht jeder ist stark genug, sowas wegzustecken und trotzdem mehr oder weniger normal weiterzumachen. Cody war eben nicht so stark und ist ausgetickt. Aber Gewalt gegen Unbeteiligte ist letztklassig und macht ihn keinen Deut besser, als die Typen, die ihn gequält haben.

Ich bin froh, dass diese Geschichte jetzt hinter uns liegt. Und Justin gehts jetzt besser, also ist alles wieder eitel Wonne Sonnenschein. :D
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Rave

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82

Samstag, 26. November 2011, 22:25

Da ist Justin ja ganz schön in die Scheisse gerutscht. Man kann zumindest nur hoffen, dass er sich jetzt endlich von Cody wieder lösen kann bevor noch Schlimmeres passiert.

Ich muss sagen, ich saß hier zeitweise mit einer ganz schönen Wut im Bauch. Dass man in Amerika schneller an eine Waffe kommt wie hier dürfte klar sein. Dass man beim diesem Schieß-Training auf Umrisse von Menschen schießt... Dazu äußere ich mich jetzt nicht. Aber wie alt ist Cody? Und Justin dürfte auch seine Volljährigkeit von 21 noch nicht erreicht haben. Schon krass, wie die beiden auf dem Schießstand abgehen (augenscheinlich auch noch in Hörweite von einem anderen Typen).

Aber ich muss zugeben, dass bei mir noch etwas anderes mit einfließt. Ich bin selbst seit vielen Jahren aktiver Schütze und kann eigentlich nur den Kopf schütteln wenn ich die Sicherheitsvorschriften in Deutschland mit bspw. denen in Amerika vergleiche. Dort ist es immer noch relativ "leicht" an eine Waffe zu kommen, wohingegen du in Deutschland noch nicht einmal groß eine Chance hättest bspw. bei einem Überfall dich mit deiner eigenen Waffe wehren zu können. Was nicht heißen soll, dass ich die Vorschriften als zu hart empfinde.
Ich hatte schon als Kind Riesenrespekt vor den Waffen meines Vaters. Und ich habe diesen Respekt heute noch auch wenn mir diese mittlerweile vertraut sind.

Geärgert hat mich Brians Reaktion. Er weiß genau wo der Wind herweht und harrt der Dinge, die da kommen mögen. Spätestens als er die Waffe findet, hätte ich Justin so dermaßen in den Arsch getreten, dass er die Engel im Himmel gehört hätte. Wenn man ihn dann sieht, wie er mit dem Ding wie mit einem Spielzeug herumfuchtelt (aber sich mit Sicherheit überzeugt hat, dass die Knarre nicht geladen war) und sie sich noch von Justin widerstandslos abnehmen lässt... Da hätte ich ihm glatt eine reinhauen können.

Sonst taucht Brian wenn´s stinkt immer im entscheidenden Moment auf und in diesem Moment hat er keine Eier in der Hose. Man merkt, dass er sich Sorgen um ihn macht. Aber sein Verhalten ist so gar nicht "Kinney-like". Sonst ist es doch auch nicht seine Art den Kopf in den Sand zu stecken! :boahnee:

Justin gebe ich noch nicht mal die Schuld. Meiner Meinung nach hat er doch ein gewisses Problem mit seinem Selbstbewusstsein, da er sich doch von seinem Umfeld sehr stark beeinflussen lässt. Aber Gott sei Dank am Schluss dann doch noch die Kurve kriegt.

Beeindruckt hat mich Ted. Er scheint sich definitv wieder gefangen zu haben und in seinem neuen Job wieder in seinem Element zu sein.

Ich kann noch nicht mal sagen ob mir die Folge gefallen hat oder eher nicht. Es war wohl eher eine von denen zum Nachdenken...


Brian: "So in other words... For Justin to live here with you, he has to deny who he is... what he thinks... and how he feels. Well, that's not love. That's hate!"

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83

Samstag, 26. November 2011, 23:58

@ Rave...
Du bist so fleißig am Staffelkommentieren.

Mich hat Brians Reaktion bezüglich Justins Veränderungen inkl. Waffe auch sehr gewundert. Aber am Ende, als dann der Knackpunk kam, und Justin eben nicht abgedrückt hat, kam mir der Gedanke, daß Brian sich ganz bewußt nicht eingemischt hat. Weil er wußte, daß es auf eine bestimmte Art und Weise für Justin wichtig war, das Ding für sich alleine durchzubringen. Und weil er, so glaub ich es, ebenso wußte, daß Jus für sich die richtigen Entscheidungen fällt.
Brian war mit ein Auslöser der Attacke in der Tiefgarage. Vielleicht hat er sich daher nicht das Recht zugesprochen, auf Justin Einfluß zu nehmen. Denn die Schuld für den Überfall hat er sich gegeben.

So zumindest versuche ich mir das zu erklären.

Rave

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84

Sonntag, 27. November 2011, 12:40

Zitat

@ Rave...

Du bist so fleißig am Staffelkommentieren.

Danke Dir. Und ich freue mich immer über Feedbacks. ;)

Zitat

Mich hat Brians
Reaktion bezüglich Justins Veränderungen inkl. Waffe auch sehr
gewundert. Aber am Ende, als dann der Knackpunk kam, und Justin eben
nicht abgedrückt hat, kam mir der Gedanke, daß Brian sich ganz bewußt
nicht eingemischt hat. Weil er wußte, daß es auf eine bestimmte Art und
Weise für Justin wichtig war, das Ding für sich alleine durchzubringen.
Und weil er, so glaub ich es, ebenso wußte, daß Jus für sich die
richtigen Entscheidungen fällt.

Brian war mit ein Auslöser der Attacke in der Tiefgarage. Vielleicht hat
er sich daher nicht das Recht zugesprochen, auf Justin Einfluß zu
nehmen. Denn die Schuld für den Überfall hat er sich gegeben.



So zumindest versuche ich mir das zu erklären.



So ungefähr versuche ich es mir auch zu erklären. Allerdings hat er damit sehr hoch gepokert. Wenn Justin mit einem Schlagring bewaffnet um die Häuser zieht ist es eine Sache. Eine scharfe Waffe schon eine ganz andere. Der Schuss hätte im wahrsten Sinn des Wortes ganz schön nach hinten losgehen können.

Man kann im Endeffekt nie genau einschätzen wie ein Mensch in einer Extremsituation reagiert. Das kennen viele (mich eingeschlossen) bestimmt aus eigener Erfahrung.
Justin musste selbst seine eigenen Dämonen bekämpfen. Das mag schon sein. Aber auf eine Art und Weise, die ich an Brians Stelle nicht toleriert hätte. Womit er ihn vielleicht sogar wieder verloren hätte. Wer weiß... So ganz werden wir wohl nie dahinter kommen.


Brian: "So in other words... For Justin to live here with you, he has to deny who he is... what he thinks... and how he feels. Well, that's not love. That's hate!"

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85

Dienstag, 29. November 2011, 13:22

Am Gespräch mit Daphne hat man ja schon gesehen, dass Brian sehr besorgt ist und auch sehr wohl weiß, dass das eine Schusswaffe war/ist und was damit alles passieren kann.

Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass Brian etwas überfordert war mit der Situation. Ich meine, Justin war ja nicht wirklich er selbst, er ist ja total ausgetickt. Er war aufbrausend, laut und schnippisch und absolut nicht zugänglich. Man konnte ja nicht normal mit ihm reden und ich denke, selbst emotionale Erpressung a la "So ne Scheiße mach ich nicht mit, zieh ab" hätte Justin nicht mehr gestoppt in seinem Hass und seiner Wut, der wäre gegangen und ich denke, dass Brian das wusste und daher wiederum nicht wusste, wie er dagegen halten sollte. Es ist nicht so, dass er es nicht versucht hat.

Und ja, mir war das auch zu passiv und ich hätte die emotionale Erpressung vermutlich auch versucht, aber ich bin ja auch nicht wie Brian. Und Brian hat vermutlich gedacht, nun gut, so lange Justin wenigstens nach Hause (ins Loft) kommt, kann er ihn ja "kontrollieren", nachsehen obs ihm gut geht und vielleicht bekommt er auch mal ne Antwort oder Erklärung. Wenn er Justin jetzt aber rauswirft, dann hat er gar keine Kontrolle mehr.

Aber das schlimmste an dieser Pink Posse Story wird für mich immer dieser widerwärtige Gun Job bleiben :angst:

Und was mir auch fehlte war ne Abschlussszene, irgendwas kurzes. Justin kommt heim und schmeißt das Shirt weg oder sowas... irgendwas halt.

Rave

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86

Mittwoch, 30. November 2011, 21:52

Zitat

Und Brian hat vermutlich gedacht, nun gut, so lange Justin wenigstens
nach Hause (ins Loft) kommt, kann er ihn ja "kontrollieren", nachsehen
obs ihm gut geht und vielleicht bekommt er auch mal ne Antwort oder
Erklärung. Wenn er Justin jetzt aber rauswirft, dann hat er gar keine
Kontrolle mehr.
Ja, das stimmt allerdings.

Ich hätte aber mehr oder weniger damit gerechnet, dass Brian ihm stärker hinterher spioniert als ihn allein seinen eigenen Weg gehen zu lassen. Zumindest nachdem er die Waffe gefunden hatte.


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Mittwoch, 30. November 2011, 22:12

Ja, aber ich glaub nicht, dass Brian eingeschritten wäre, das ist irgendwie nicht seine Art.

Rave

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88

Mittwoch, 30. November 2011, 22:26

Tja, schwer zu sagen. Da könntest Du Recht haben. Ist ja glücklicherweise nochmal alles gut ausgegangen.


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Sonntag, 4. Dezember 2011, 00:51

Also, ich fand das jetzt nicht verwunderlich, dass Brian nicht eingeschritten ist! Was hätte er erreicht? Justin war so in seiner Wut und in seinem Frust gefangen, er hätte sich eh nichts sagen lassen! Er musste selber dahinter kommen, dass das nicht der richtige Weg ist! Brian hat sich ja trotzdem Gedanken gemacht und hatte Angst um Justin. Aber zu dem Zeitpunkt hätte sich Justin bevormundet gefühlt und hätte noch mehr dicht gemacht! Mehr als warten und hoffen, dass Justin nichts passiert, war da für Brian wohl nicht drin! Trotzdem eine ganz gefährliche Situation...

Ich empfand die Pink Posse Story nicht wirklich prickelnd... aber ich habe ja auch nicht das Drehbuch geschrieben! :D


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